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Vom Meer in den Himmel… zum „Berg der Götter“

„Sea to Sky“ heißt der Werbeslogan des spannenden Ausflugs auf die Spitze des Berges Tahtali – der höchste Berg der Bergkette Beydaglar, welcher sich unmittelbar in der Nähe des Mittelmeeres und den Kurorten der türkischen Riviera liegt. Sie erhebt sich majestätisch in dem großen Areal zwischen den Städten Antalya und Finibachtsche.

 

Obwohl, in Kemer und seiner Umgebung kann man oft auch einen anderen Namen für diese Bergspitze hören – Olympus. Man denkt sofort an die Analogie zu dem berühmten Olymp – dem Wohnort der antiken griechischen Götter.

 

T Berg 1

 

Obwohl, so weit sind sie selber, soweit wir wissen, nicht gekommen, aber einer der Helden aus den griechischen Sagen Bellerophon versuchte auf seinem geflügelten Pegasus genau hier die Chimäre zu töten – das mythologische Tier mit dem Körper einer Ziege, dem Kopf eines Löwen und dem Schwanz eines Drachen. Daher, übrigens, rührt auch der Name des Fischerdorfes Kemer her. Das Monster konnte sich zwar retten, aber aus Angst vor dem erneuten Zusammenstoß mit dem großen Krieger, bewohnte es seitdem die Berge von Tahtali, und von Zeit zu Zeit speite es Feuer aus der Erde.

Heute wurde von den Wissenschaftlern bewiesen, dass das Feuer, das am Berghang entfacht, nur ein Naturgas ist. Deswegen sind sie auch Wissenschaftler. In dem Sinne, dass sie auch gut leben möchten. Aber für die Touristen ist die Legende von der Chimäre um einiges interessanter.

 

T Berg 2

 

Außerdem, in der grauhaarigen Antike waren diese Örtlichkeiten bekannt als Lykien. Und das hiesige Land bewahrt die Spuren des legendären Heerführers Alexander des Großen, Antonius und vieler anderer berühmter historischer Personen.

Aber, lassen wir die Geschichte ruhen. In unseren Tagen ist der Ausflug auf die Bergspitze Tahtali eine seltene Möglichkeit augenblicklich aus der Hitze des subtropischen Sommers in das Königreich der Kälte, des Eises und des Schnees zu begeben. Genauer gesagt, nicht ganz „augenblicklich“, sondern im Laufe von etwa einer viertel Stunde. In dieser Zeit lässt man charakteristisch einzigartige 4350 Meter hinter sich auf der Seilbahn, die von der Schweizer Firma Doppelmayer gebaut wurde.

 

T Berg 3

 

Die hiesigen Touristenflyer auf verschiedenen Sprachen behaupten, dass das die längste Seilbahn in Europa ist. Es kann durchaus sein, jedoch entstehen einige Zweifel bezüglich der Lage von Kemer, des Berges Tahtali auf dem europäischen Kontinent überhaupt. Aber es klingt nichtsdestotrotz sehr schön.

 

T Berg 5

 

Die alten Kiefer- und Zedernwälder bedecken Tahtali bis zu einer Höhe von etwa 1800 Metern. Und danach folgen nur Klippen, absolut ohne jeglichen Wuchs. Und der in der Sonne glitzernde Schnee auf der Spitze des Berges. Jedoch nur zwischen Januar und April. Außerdem liegen Tonnen von Schnee auf der Aussichtsplattform von Tahtali, die Kinder veranstalten Schneeballschlachten, machen Schneemänner. Aber in der Hochsaison schmilzt der Schnee meistens und entblößt die Klippennatur in gelblich bräunlicher Farbe. Und im Frühling verfärbt sich der Schnee oft mit der rötlichen Farbe der Wüstenwinde. Ist auch irgendwie schön. Obwohl das nicht mehr an Schnee erinnert.

 

T Berg 6

 

Die Nähe zum Mittelmeer bedingt die Bildung von dichten Wolken, die die Spitze des Berges vom Menschenauge verstecken. Sogar mitten im Sommer, an den sonnigsten und heißesten Tagen, ist die Spitze von Tahtali stets mit einer dichten Wolkendecke bedeckt.

Und vom Rest des Jahres ganz zu schweigen. Also war es sehr schwer die hiesige Schönheit zu fotografieren. Gut, dass die moderne Fototechnik erlaubt viele Fotos zu schießen. Und, trotzdem, um ein mehr oder weniger gutes Foto auszuwählen, waren etwa zehn nötig…und zwar die, die gelöscht werden, damit niemand die „Schande“ des erfahrenen Fotografen sehen kann.

 

T Berg 7

 

Und noch eine Sache. Solch ein Höhenunterschied macht sich auf der Lufttemperatur bemerkbar. Also auf den Tahtali in Shorts und T-Shirt hochsteigen…kann man zwar, aber das wird sehr extrem. Denn, wenn am Fuß des Berges die Lufttemperatur etwa +35° beträgt, so wird der Thermometer auf der Bergspitze bestenfalls +10° anzeigen.

Wenn unten etwa zehn Grad weniger sind… Dann werden zwar am höchsten Punkt der Seilbahn keine Minusgrade herrschen, aber ohne warme Jacke wird es unangenehm. Und die, die zum ersten Mal herkommen sind des Öfteren erstaunt über Touristengruppen mit ziemlich großen Taschen in den Händen. Man kann es natürlich auch alles direkt im Hotel anziehen…

 

T Berg 8

 

Wie dem auch sei, diese Fahrt bleibt für lange in Erinnerung. Und wenn man noch ein wenig Glück mit dem Wetter hat, dann kann man von der Aussichtsplattform die majestätische Bergkette der torossischen Berge sehen; die türkise Glätte des Meeres, die hinter dem Horizont verschwindet; kleine, wie Spielzeug aussehende, Häuser von Kemer und Antalya.

Wenn man kein Glück hat – spazieren Sie „in einer Umarmung“ mit den Wolken. Auch, stimmen Sie mir zu, eine ziemlich seltene Möglichkeit.

 

Foto des Autors

Boris Kunin

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Boris Kunin

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