Start // Artikeln // Gesellschaft // Das kommunale Leben // Über Verkehrsunfälle, Altersdiskrimination und dem „Ü-50“-Test
Integrationszentrum Mi&V e.V. – Mitarbeit und Verständigung

Über Verkehrsunfälle, Altersdiskrimination und dem „Ü-50“-Test

In letzter Zeit wird in Deutschland von Experten im Bereich der Verkehrsmittel und vielen anderen involvierten Personen aktiv die Möglichkeit der Einführung eines alljährlichen Testes für Fahrer über 50 Jahren diskutiert.

Es ist kein Geheimnis, dass mit dem Alter bei vielen älteren Verkehrsteilnehmern die Reaktionsgeschwindigkeit sich verlangsamt, die Sehstärke sich verschlechtert, und auch eine Überschätzung der eigenen Fähigkeit bezüglich des gefahrlosen Autolenkens stattfindet. Dabei wächst die Menge der älteren Verkehrsteilnehmer, laut der Statistik, von Jahr zu Jahr.

 

Nach Angaben der Verkehrspolizei beträgt die jährliche Menge der schweren Autounfälle mit Menschenopfern, Schuld an welchen Fahrer älter als 50 Jahre tragen, einige Tausend und weist eine stets wachsende Tendenz auf.

 

Als Beispiel, von dem wohl buchstäblich alle gehört haben, kann ein Vorfall mit dem Autogeleit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und einem 85 Jahre alten Rentners, der seinen Citroen lenkte, dienen. Dieser Verkehrsunfall, zog glücklicherweise keine Menschenopfer mit sich, aber lenkte die Aufmerksamkeit nicht nur von den Einwohnern der BRD, als auch von den Bürgern anderer europäischer Länder auf sich. Wir wollen anmerken, dass der damals auf der mittleren Autobahnspur fahrende Wagen des Rentners plötzlich nach links ausschweifte, um sich in eine Lücke zwischen dem gepanzerten Kanzlerauto und den Wachschutzautos einzuquetschen. Dabei geschah das Ganze so schnell, dass auch der erfahrende Fahrer von A. Merkel einen Zusammenstoß nicht umgehen konnte, wodurch beide Wagen kleine Schäden erlitten (sie blieben ohne Rückspiegel u.Ä.). Als Grund für diesen aufsehenerregenden Verkehrsunfall dienten wohl am ehesten das hohe Alter und die nicht allzu beste Gesundheit des 85 Jahre alten Rentners.

 

Heute wurde die Diskussion bezüglich des jährlichen Fahrerlaubnistestes für Fahrer über 50 aktiv in die breiten Bevölkerungsmassen eingeschlossen, denn jeder von uns wird früher oder später 50!.. Und dann muss man jedes Jahr den Pflichtest machen, wodurch man an einem bestimmten Alterspunkt riskiert für immer sich von seinem Führerschein aufgrund physischer Gründe zu verabschieden. Neben all den anderen Lästigkeiten, müsste man für den jährlichen Fahrerlaubnistest auch noch bezahlen. Und es entsteht die berechtigte Frage, ob nicht der lästige Versuch die allgemeine Zahl an Verkehrsteilnehmern mit Hilfe des „Ü-50“-Tests einzuschränken eine Art Altersdiskrimination darstellt, was in einem demokratischen Land absolut unzulässig ist? Die Experten, die diesen Test für Personen über 50 als eine Art Allheilmittel gegen Verkehrsunfälle einführen wollen, beteuern hartnäckig, dass die Einführung des Tests wohl viel effektiver als alle neuesten Autosicherheitssysteme zusammen sein wird und helfen wird jährlich Tausende von Menschenleben zu retten.

Wie diese heißen Diskussionen enden werden kann man heute nur schwer vorhersagen, aber jeder von uns kann auf speziellen Internetforen etwas dazu sagen und somit auf das Endergebnis der viele betreffenden Diskussion Einfluss nehmen.

 

 

Vitalij Shnayder

 

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

 

logo nordAktuell

 

 

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Vitalij Shnayder

Auch lesen

25 Jahre Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk Hannover

Am 23. Februar 2019 fand eine Feier statt, die dem Jubiläum des Tolstoi-Vereins gewidmet war. …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Яндекс.Метрика