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Amerikaner: ein Portrait

Was gibt es denn besonderes in Amerika? Ich denke, die erstaunlichste sind die Menschen. Sie unterscheiden sich sowohl von uns- den früheren sowjetischen Bürger, als auch von den Europäern.

Offener und selbstbewusster

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Das Lächeln auf dem Gesicht ist die Visitenkarte eines Amerikaners. Hier lächelt man viel öfter, mit einem Grund und auch ohne. Dutzende Jahre wurden Amerikaner von ihren Eltern und Psychologen gelehrt: positive Stimmung bring Erfolg. Und das brachte ein Ergebnis ein: Amerikaner schienen viel mehr, als wir mit ihrem Leben zufrieden zu sein.

Es ist leicht in Kontakt mit den Amerikanern zu kommen, sie fangen oft selbst ein Gespräch ein. Nicht wie die Deutsche, die sich nur mit einer Begrüßung genügen. Viele unterschiedliche Menschen- Empfangsmitarbeiter im Hotel, Urlauber am Strand, Verkäufer in Geschäften, Schaffner im Zug- zeigten Interesse an uns, versuchten mit uns ins Gespräch zu kommen. Auch erzählten die Menschen gern über sich.

Ein Beispiel: Kurz vor der Reise besuchte ich einen russischen Laden in der Nähe von Frankfurt. Ich wollte mit der Besitzerin sprechen und mehr über ihr Geschäft erfahren.

Aber das Gespräch ist nicht gelungen.

„Ich möchte, dass die Menschen über mein Geschäft erfahren. Und zwar kostenlos. Aber über Persönliches möchte ich nicht reden, weil alle so neidisch sind“.

Oft denken so viele unserer Landsleute und in russischen Geschäften wird man nicht herzlich empfangen. Ganz anderes war es in einem russischen Laden in West Palm Beach. Die Hausherrin begrüßte persönlich jeder Gast und erzählte voller Stolz, wie sie ihren Traum- den russischen Laden- verwirklichte.

„Es ist keine Schande, Straßen zu kehren. Es ist beschämend, nicht zu arbeiten“

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Man hörte immer wieder in der Sowjet Union, dass jede Arbeit hohes Ansehen hat, aber in Wirklichkeit niemand glaubte daran. So auch in Deutschland. Unsere Nachbarn, ein ehemaliger Musiker einer Band, sucht schon seit Jahren eine kreative Arbeit. Und lebt nicht schlecht: genug Geld für Brot und Butter. Der amerikanische Staat ist viel strenger: man kann nur eine bestimmte Zeit eine Hilfe beziehen. Wenn man keine Arbeit als Musiker findet, musst du woanders eine finden. Viele Immigranten aus den armen Ländern der Karibik arbeiten in Amerika hart. „Wir können in Amerika bleiben solange wir eine Arbeit haben“, erzählte mir ein Taxifahrer. „Es ist keine Schande, Straßen zu kehren. Es ist beschämend, nicht zu arbeiten.“

Hier sahen wir fast keine Bettler im Gegenteil zu Frankfurt, wo sie zur echten Belastung geworden sind. Dutzende gesunde kräftige Männer- Immigranten aus Rumänien und Bulgarien- belagern ohne jeder Scham die Eingänge von Geschäften im Stadtzentrum und die Polizei macht nichts: Demokratie.

In dem Amerika muss man viel für ein Studium ausgeben. Eine staatliche Hochschule verlangt mindestens 10 000 Dollar pro Jahr. Vielleicht deshalb schätzen die Amerikanern ihrer Ausbildung mehr und sind sehr stolz darauf.

Mein Land ist breit…

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In Amerika ist alles groß: Straßen, Autos, Parkplätze. Und die Herzen von Amerikanern scheinen auch größer zu sein. Eines Tages, als ich in der Frankfurter S-Bahn unterwegs war, wollte ich einen Anruf machen. Leider, funktionierte mein Handy nicht. So wendete ich mich an anderen Passagieren mit einer kleinen Bitte: ein Frankfurter Nummer anzurufen. Zu meiner Überraschung wollte mir niemand helfen.

In Amerika funktionierten unsere Handys nicht, oft waren wir unterwegs und mussten ein Taxifahrer oder unseren Verwandten anrufen. Es gab kein einziges Mal an dem unsere Bitte, einen Anruf für uns zu machen, abgelehnt wurde.

                                                             Lina Zasepskaya, Text und Fotos.

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Lina Zasepskaya

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