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Amerika: die erste Begegnung

Jeder träumt wenigstens einmal im Leben die USA zu besuchen, „ ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, welches riesig groß und weit entfernt von uns ist. Amerika ist wahrscheinlich das einzige Land auf der Welt, das die Mehrheit der Menschheit als „Eldorado“ betrachtet. Ist das gerecht? Was gibt es dort Besonderes? Während meiner Reise nach Amerika versuchte ich auf diese und andere Fragen zu beantworten und das Land kennenzulernen.

 

Wie gelingt man nach Amerika?

 

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Die Frage ist nicht so ganz einfach, besonderes für die russischen Bürger. Man kann ein

amerikanische Visa bekommen, wenn man eine Reise bucht und Verdienstbescheinigungen vorliegen. Das Einkommen muss ziemlich hoch sein. Sozialhilfeempfänger haben keine Chance ein Visum zu erhalten. Deutsche Bürger brauchen kein Visum, sondern die sogenannte elektronische Registrierung- ESTA. Sie kostet 14US Dollar und dauert nicht länger als 10 Minuten. Das gilt nur, wenn Sie auf die USA Regierungsseite gehen: www.esta.cbp.dhs.gov.

Man sollte aber sehr vorsichtig sein: in Internet gibt es Dutzende andere Seiten, die für ihre Dienste 70 oder sogar 100 Dollar verlangen. Man merkt das erst zu spät.

Wenn alle Formalitäten erledigt sind, kann man sich auf einen langen und nicht leichten Weg machen. Der Transatlantische Flug dauert zwischen 8 und 11 Stunden, oft braucht man danach noch einen zusätzlichen Flug. Wir starteten aus Frankfurt um 10 Uhr morgens und sind erst in 16 Stunden an unserem Ziel. In Deutschland ist schon Nacht, in Amerika noch Abend. Der Zeitunterschied beträgt 6 Stunden. Man braucht einigen Tag zur Eingewöhnung bis der Jetlag sich gelegt hat.

 

 

Im sonnigen Florida

 

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Wir sind in Florida, ein Sonnenscheinland, wie es die Amerikaner nennen. Draußen ist es heiß, überall sind Palmen. Wir möchten zu unseren Verwandten mit dem Taxi fahren. Die Fahrt sollte ungefähr eine Stunde dauern. Unser Fahrer ist ein Aussiedler aus Haiti. Er ist freundlich und spricht gebrochen Englisch. Zuerst fahren wir auf der Autobahn und sehen aus dem Fenster kleine Gebäude: Restaurants, Tankstellen, Läden, die oft mit amerikanischen Flaggen geschmückt sind. Große LKWs und Autos sind die Mehrheit. Danach wechseln wir zu einer Landstraße, wir sind schon in West Palm Beach, wo unsere Verwandten wohnen. Nun treten Probleme auf: der Fahrer kann nicht die gesuchte Straße finden. Immer wieder ruft er unsere Verwandten an und sie erklären ihm den Weg. Der Fahrt dauert länger und länger, endlich kommen wir ans Ziel. Nun verlangt der Fahrer von uns alles nach Timer zu bezahlen. Sein Gesicht wird böse.

Dann sagen unsere Verwandten: „Wir fotografieren die Autonummer und wenden uns an der Polizei“. Die Drohung wirkte, der Fahrer ist einverstanden, den Fahrtpreis zu reduzieren.

Nach einer Stunde bringen unsere Verwandten uns ins Hotel, welches zu der renommierten Kette “Hilton“ gehört. Das Zimmer ist gemütlich, die Betten sind breit. Man kann sich gut erholen.

 

Leben auf amerikanische Art

 

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In dem Speisesaal.

 

Am nächsten Morgen gehen wir frühstücken und finden ein fast leeres Buffet. Kein Käse, keine Wurst, geschmacklosen weißen Toastbrot. Es gibt Kaffee und Tee, abgepackte Marmelade und eine Teigmischung um selbst Waffeln vorzubereiten. Uns bedienen einige sehr dicke breit lächelnde dunkelhäutige Mitarbeiter. Aber von ihrem Lächeln können wir nicht satt werden.

Anstelle von Porzellan gibt es Einwegplastikgeschirr, aber niemand scheint es zu stören. Alle Gäste sind Amerikaner, die für Ostern hierher gekommen sind. Die meisten Amerikaner sind freundlich, nett und bereit für ein kurzes Gespräch. An einer Wand des Speisesaals ist ein großer Bildschirm, auf den alle interessiert blicken. Morgens läuft hier das Programm „Guten Morgen, Amerika“. Selbst in den fünfminutigen Nachrichten wird hauptsächlich über Ereignisse in Amerika berichtet, die übrige Welt wird kaum erwähnt. So wird die ganze Krise in der Ukraine wird nur kurz in einem Satz eingeblendet.

Unter den 25 Sendern ist kein ausländischer dabei. Eine Überraschung: viele amerikanische Sendungen unterscheiden sich kaum vom Russischen und vom Deutschen. Nur die Titel sind etwas anders. Was ist das Original und was ist das Analog?

Natürlich, möchten wir das Stadtzentrum und die Geschäfte besuchen und in dem Atlantischen Ozean baden. Öffentlicher Verkehr? Fehlanzeige! Unsere Verwandten probieren für uns ein Auto für 60 Dollar pro Tag zu mieten. Das Problem: das Auto hat keine Navigation dabei. Wir finden das zu riskant, in einem fremden Land ohne Navigation zu fahren. Für uns bleiben Taxis mit teuren Preisen und Fahrer- Aussiedlern aus armen Ländern übrig. Leider, befinden sich alle gewünschten Ziele weit auseinander.

 

Die Reichen und die Armen

 

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Wie aus dem Bilderbuch.

 

Im Vergleich zu Europa sieht man hier die soziale Kluft viel deutlicher. Die Reichen leben in ihren Stadtteilen oft unter dem Schutz eines Sicherheitsdienstes. Ihre Kinder besuchen teuer private Schulen, weil in den staatlichen Schulen die Kinder der Immigranten lernen.

Die Armen, unter denen viel Afroamerikanern, versorgen die Reichen: sie arbeiten als Gärtner, Verkäufer, Fahrer und Altenpfleger.

 

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In einem Café.

 

Man muss in Amerika viel mehr für Medizin ausgeben, als z.B. in Deutschland. Diejenigen, die eine Krankenversicherung haben, müssen noch dazu für jedes Arztbesuch bis zu 50 Dollar zusätzlich bezahlen. Viele haben trotz Obamas Reform keine Krankenversicherung. Deshalb sieht das Leben im sonnigen Florida nicht mehr sonnig aus.

 

                                                              Lina Zasepskaya, Text und Fotos.

 

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Lina Zasepskaya

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