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Wofür zahlen wir?

Im Mai 1888 machte Cecilia Bertha Benz mit ihren beiden Kindern eine mehr als 100 km lange Reise durch Deutschland.

Cecilias Mann, Karl Friedrich Michael Benz, der Erschaffer des ersten deutschen Autos „Benz Patent Motorwagen Nr. 3“ hatte keine Ahnung davon.

 

Wir wissen nicht, ob Herr Benz mit der Faust auf den Tiscch schlug, nachdem er das Verschwinden nicht nur seiner Frau, sondern auch seines Autos entdeckte.

 

Mercedes 4

Foto von Boris Kunin.

 

Aber das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass Frau Benzes Abenteuer sich, wie man heute sagen würde, als toller Werbetrick herausstellte.

Wahrscheinlich, wenn in 1807 der Erfinder und Erschaffer des ersten Wasserstoffmotors Francois Isaac de Rivase so eine Frau gehabt hätte, wie Benz, würden wir jetzt mit Ihnen über Preise für Wasserstoffkraftstoff und nicht über Kraftsstoffpreise aus Erdgasprodukten.

Und hier, bitte schön, die Rolle der Frau in der Geschichte.

Die Autos der Firma „Benz & Cie“ wurden letztendlich gut verkauft.

Die weise Cecilia freute sich und Karl entspannte sich.

Zufrieden waren auch die Apotheken- und Parfümerienesitzer.

Nein, in den Apotheken wurden nicht mehr Verbände und Jod gekauft.

Und in den Parfümerien wurde auch nicht mehr Düfte und Puder verkauft.

Erworben wurde das Reinigungsmittel Ligorin, mit welchem die Autos zuerst fuhren.

Die erste Tankstelle auf der Welt war die Stadtapotheke von Wiesloch.

Und weiter – mehr. Ab 1922 entstand die Möglichkeit den Kraftstoff in so genannten Tankkiosks u.ä. zu erwerben. Wer konnte sich in 1888 vorstellen, dass schon in 1927 in Deutschland die Notwendigkeit der Projektierungs- und Baunormen für Tankstellen entstehen würde.

Ab und zu kann man die Gebäude der ehemaligen Tankstellen auch heute noch sehen.

 

m-21-2

 

Im gleichen Jahr wurde in Hamburg die erste Tankstelle in Betrieb genommen, die Tanksäulen und ein Dach hatte.

Zu der Zeit brachte der Handel mit Kraftstoff natürlich nicht viel Gewinn ein.

Dieses Geschäft war, wie man heute sagen würde, das Geschäft vieler privater Unternehmer.

Aber später, als die Rechte für den Verkauf die Erdölkonzerne erwarben…

Es wurden in Deutschland ganz viele Tankstellen gebaut. In 1950 – 18200 Stück, in 1970 – 46000 Stück.

In 2013 sind es in Deutschland 14768 Tankstellen.

 

m-21-1

 

Tankstellenketten in Deutschland nach der Zugehörigkeit.

Aral und BP – deutsch-britisch.

Westfalen Raiffeisen, Star, HEM, Hoyer, BayWa – deutsch.

Esso, Jet – amerikanisch.

Shell – niederländisch – britisch.

Total – französisch.

Avia – schweizerisch.

Agip – italienisch.

OMV – österreichisch.

Die Liste könnte man noch ewig weiterführen…

Offenbar ist das Geschäft durchaus international.

Die Einkaufspreise für den Kraftstoff unterscheiden sich zwischen den Konzernen.

Aber uns, die Verbraucher, interessiert nur der Endpreis. Und dieser ist überall fast gleich.

Und unserer Meinung nach – ungerechtfertigt hoch.

Klar, dass der Preis von der politischen und wirtschaftlichen Situation bestimmt wird.

Klar, dass die Schwankungen des Wechselkurses des Dollars wichtig sind (die Preise für das Erdöl auf der Rotterdamer Börse sind in US-Dollar ausgewiesen).

Klar, dass der Wettbewerb allgegenwärtig ist.

            Das ist alles richtig, aber….

            Warum unterscheiden sich die Preise für den Kraftstoff sogar in den europäischen Ländern?

Steuern.

            Die Regierungen möchten alle ihren Stück vom Kuchen haben. In Form von Steuern, wie W.W.Putin sagen würde.

            Und jede Regierung hat ihren eigenen Appetit.

Und, bitte schön, vergessen Sie nicht die „grünen“ Komitees der EU.

            Sie verlangen ebenfalls Abgaben, und nicht nur vom Ertrag der Erdölgewinner und -verarbeiter. Das sowieso. Aber auch vom jeden verkauften Liter Kraftstoff.

            Also, es müssen gezahlt werden: Steuer auf Erdölprodukte, die Ökosteuer und, letztendlich, die Mehrwertsteuer.

            Also welchen Teil von dem Kraftstoffpreis machen die Steuern aus?

Wie unterschiedlich ist die steuerliche Bürde in den verschiedenen Ländern von Mutter Europa?

In den Tabellen – Preise nach Größe am 20.07.2013:

 

Таbelle 1.

 

Таbelle 2.

 

Der Platz des Landes ist durch das prozentuale Verhältnis der Steuern zum Preis des Kraftstoffs bestimmt.

Wie wir sehen können, beträgt der Steueranteil in einem Liter Benzin iun Deutschland 56,42 Prozent.

Im Preis des Diesels – 48,93 Prozent.

Viele Autofahrer hoffen, dass im Falle der Nutzung von ökologisch sauberen Wasserstoffkraftstoff, welchen wir am Anfang des Artikels erwähnt haben, sich alles ändern wird. Zum besten, natürlich.

Aber auch wenn die Erdöllobbys aufhören der Entstehung der alternativen Kraftstoffarten zu verhindern, so werden die ökologischen Komitees, zusammen mit der Weltbank, wie auch die eigenen Regierungen, sowieso nicht tatenlos zuschauen werden .

Also hoffen kann man nur auf sich selbst.

Bis dahin sollte man nicht vergessen, dass die Preise für den Kraftstoff:

– auf den Tankstellen an den Autobahnen viel höher sind, als in den Ortschaften;

– ändern sich mehrmals im Laufe des Tages:

– an bestimmten Tagen in der Woche immer niedriger/höher.

Außerdem kann heute fast jeder Autofahrer „einen guten Preis suchen“, z.B. auf dem Portal:

 

http://www.adac.de/infotestrat/tanken-kraftstoffe-und-antrieb/kraftstoffpreise/

 

„Wer suchet, der findet“: nehmen Sie sich die Zeit.

Erfolgreiches Tanken und Glück auf den Straßen!

 

Boris Margolin (Hannover)

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Boris Margolin (Hannover)

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