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Integrationszentrum Mi&V e.V. – Mitarbeit und Verständigung

Ein „Engel“ ist … vorbeigegangen?

Wie eine warme Träne
Tropfte der Tropfen ins Auge.
Dort, in himmlischer Stille
Weint jemand um mich.
Marina Zvetaeva

Die Zeit vor Weihnachten und Silvester ist eine große Emotion der Vorahnung und Vorbegeisterung etwas unbedingt guten und besten!

Der Grad an allgemeiner Laune ist sehr hoch. Alle befinden sich in angenehmer Erwartung von Wundern, von Wunscherfüllungen. Und oft ist es so, dass genau bei der Jahreswende neue GESCHICHTEN stattfinden, welche man gerne teilen möchte.

 

Unterm Geldregen

An diesem Tag hatte ich nicht geplant meine Schuhe zum Schuhmacher zu bringen, aber als ich an einem vorbeiging (Ironie des Schicksals), ging ich hinein. Der bekannte Schuhmacher arbeitete hinter seiner „Schuhbühne“ und bis er auf das Klingeln der kleinen Klingel herauskam, wankte mein Kopf unfreiwillig nach hinten, und was sah ich da? Das, was sie auch sehen, sehr geehrte Leser des „Fokus“ – Geldscheine! Das waren häufige Seile mit akkurat befestigten unzähligen Klammern, echte, unterschiedliche (aus der ganzen Welt!) Papiergeldscheine.

1880

Ich frage interessiert und mache ihm ein Kompliment für die tolle Idee, worauf er ganz einfach und kurz sagt: „Etwa vor sieben Jahre ungefähr erhob sich die Sammlung der Scheine bis an die Decke! Sie war nicht so präsentabel wie heute, aber damals fing alles an.

Schon seit guten fünf Jahren (ab und zu) bringe ich meine Problemschuhe hierher. Aber noch nie, noch kein einziges Mal habe ich DAS gesehen! Ist mir nicht ins Auge gefallen, was ich jetzt verstehe: es war einfach unmöglich. Aber aus irgendeinem Grund ging ich hinein, obwohl ich keine Schuhe zum Reparieren bei mir hatte, aber dafür hatte ich meine Kamera dabei. Außerdem erfuhr ich in den interessantesten Details die Geschichte der Entdeckung und der Entstehung einer der vielen hannoverschen Schuhmachereien aus dem Mund des Besitzers, der auch gleichzeitig der Schuhmacher ist. Er wünschte bescheiden inkognito zu bleiben, aber mit offenem Stolz zeigte er mir sein Ehrenzertifikat über die Übergabe des Familienbetriebs von einer deutschen Familie an ihn. So führt unser Landsmann schon seit einem halben Jahrhundert erfolgreich die Tradition dieser alten und bis heute gefragten Profession fort.

Stanislaw ist altmodisch in seiner Einstellung zu seiner Tätigkeit: er ist den ganzen Tag in der Schuhmacherei. Und hat sehr viele Kunden! Abends Abendessen mit seinem Sohn und sofort schlafen. Und morgens wieder an den geliebten Arbeitsplatz. Einen Nachfolger ist es schwer zu finden. Vielleicht sogar unmöglich. Solche Berufe wurden immer nach dem Ruf der Seele ausgewählt. Wer ist heute bereit Schuhmacher zu werden?..

Zwei Mal in der Woche kommt der Helfer. Er ist der einzige. Es gibt keine weiteren in Aussicht.

Im Jahrhundert des Einweggeschirrs, One-Night-Stands, blitzschneller E-Mails! Über einem Schuh oder einem Pump sitzen und bosseln? Wäre es nicht einfach neue Schuhe zu kaufen? Es stellt sich heraus, dass es nicht einfacher wäre, wenn man nach den Stammkunden der städtischen Dandys geht.

Zum Abschied versprach ich eine meiner Geldscheine aus den Zeiten der Sowjetunion mitzubringen, was ich auch unbedingt im neuen Jahr machen werde…

Две буквы на ночном небе

Ende November bin ich mit einer Freundin unter dem nächtlicher hannoverschen Himmel der königlichen Gärten spazieren gegangen. Wir schlenderten, quatschten über Verschiedenes. Plötzlich kam Wind auf, der in einem Augenblick die schweren Herbstwolken wegwehte, welche von dem Vollmond geheimnisvoll beleuchtet wurden. Und alles bewegte sich. Die Empfindungen waren nicht besonders angenehm. Es schien, als wären wir in einem Fantasy-Thriller gelandet. Ich griff nach meinem „Canon“. Der Mond zog die Blicke an…

1651

Ich machte zwei Fotos. Ich hoffte nicht auf sehr gute Qualität, aber als ich sie auf dem PC anschaute, dann war ich von zwei sehr genauen Buchstaben (in lateinischer Schrift) „I“ und „L“, die auf dem Diskus des Modes erschienen, erstaunt.

1650

Was kann das bedeuten? Wenn man nicht bedenkt, dass unsere Namen mit genau diesen Buchstaben auch anfangen?.. Wahrlich ein Wunder!

Die Kindheit in der Tasche

Jetzt bin ich mit meinem treuen und loyalen Freund dem Fotoapparat unzertrennlich! Und wieder Glück, wieder ein Foto, dass die Aufmerksamkeit mit dem „Zauber“ des Inhalts anzieht. Es stellt sich heraus, dass manche Engel auf die Erde kommen und sich zwischen den Menschen verstecken.

1873

Nicht jeder Mensch hat das Glück sich mit den Bewohnern der Märchenwelt zu treffen. Aber sich mit ihnen getroffen haben viele (vielleicht auch sie…), und das ist auch nicht verwunderlich: denn die geheimnisvolle Welt, in welcher die Märchenhelden leben, befindet sich ganz in der Nähe. Es war die Vorweihnachtszeit, wenn man an Wunder leicht und ungezwungen glaubt.

Die Weihnachtsillusion geht weiter, die Vorsilvesterwunder vervielfachen sich. Aber diese Wunder haben keine Namen! Vielleich nur das tollpatschige erwachsene Erklärungskommentar: das Erstaunliche ist immer in der Nähe in dem Fall, wenn wir selbst daran interessiert sind.

Ein Engel ging vorbei… Folgen wir ihm doch!

 

Irina Afanasjeva.

Fotos des Autors.

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer.

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Irina Afanasjeva

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