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Bad Homburg ist in der Gruppe der „Great Spas of Europe“

Die Stadt wurde jetzt offiziell in der Gruppe der „Great Spas of Europe“ aufgenommen, die gemeinsam eine Bewerbung für UNESCO-Weltkulturerbe vorbereiten. In der Gruppe sind bedeutende europäische Kur- und Modebäder: Baden-Baden, Wiesbaden, Bad Kissingen, Bad Ems, Bad Pyrmont, das tschechische Karlsbad und Marienbad, das belgische Spa, Vichy in Frankreich und Bath in England.

 

Nicht nur Vergangenheit

 

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Mitte des 19. Jahrhunderts war eine besondere historische Epoche für die deutschen Badeorte. Sie sind weit über ihre Grenzen bekannt geworden, viele Gäste kamen und blieben eine gewisse Zeit, dass zu einer raschen Entwicklung der Städte führte. Die Parks, die Pensionen, die Salons sowie Cafés, Restaurants, Kasinos, Tennis- und Golfplätze

schossen wie aus dem Boden. Für gute Unterhaltung sorgten Kurorchester, Künstler und Fotografen. Unter den Gästen ist die ganze europäische Elite, ein Vorbild für andere Bürger. Kaiser Wilhelm der Zweite, der russische Zar Nikolaus, König von England Eduard der Siebte, Schriftsteller Hölderlin und Dostojewski.

Skeptiker könnten sagen: es ist vorbei. Glücklicherweise, sind die Zeugnisse dieser Zeit erhalten. Als Alleinstellungsmerkmal gilt der von Peter Lenne, ein berühmter preußischer Architekt, geschaffene Kurpark.

 

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Brunnenallee.

 

Der Kurpark, einer der größten und schönsten Deutschlands, ist insgesamt 1,5 km lang und 44 Hektar groß. Unter der Anleitung von Lenne wurde der zentrale Teil des Parks aufgebaut: Alleen, ein Schwanenteich mit der großen Springfontäne, verschiedene Pavillons. Die Brunnenallee ist das Zentrum des Parks, hier befinden sich Heilbrunnen.

Nach Lennes Tod übernahm sein Nachfolger Ferdinand Jühlke die weiteren Arbeiten. Später betreute die Gartenbaufamilie Siesmayer den Kurpark.

136 Strauch- und 82 Baumarten aus aller Welt sind zum großen Teil noch aus der Entstehungszeit erhalten. 1876 wurden in den östlichen Teil des Parks Tennisplätze gelegt, die ersten auf dem Kontinent. 1889 bauten „golferfahrene“ Engländer mitten im Kurpark den ersten deutschen Golfplatz.

Russen „schenkten“ der Stadt die Russische Kirche, Thai- einen Thai-Tempel.

 

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Der neue Thai-Tempel.

 

Wer und wie viele Gäste zwischen 1834 und 1919 besuchten Bad Homburg? Derzeit laufen im Stadtarchiv die Forschungsarbeiten weiter. Die Ergebnisse werden der breiten Öffentlichkeit bald bekannt gegeben. Die Einwohner der Stadt hoffen, dass die Kommission der UNESCO alle Dokumente überprüft und die Bewerbung der Stadt eine Zustimmung erhält.

 

Lina Zasepskaya, Text und Fotos.

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Lina Zasepskaya

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