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Die Fans von Hannover 96 und die Ukraine

Im September 2011 in Poltawa während der EM sind die „Worskla“ und „Hannover 96“ aufeinandergetroffen. Im Fußball hat Poltawa verloren, aber im Leben haben die poltawischen Kinder gewonnen.

Die hannoverschen Fans, als sie sahen, wie die Kinder im Internat Nr.2 namens „Nadezhda Krupskaya“ wohnen, haben sich entschieden ihnen zu helfen, wie sie nur können. Tania Biehrns von dem Olympic-Sport-Club Hannover e.V. fing an Geld zu sammeln.

 

 

Der Präsident des Klubs Martin Kind verdoppelte die gesammelte Summe (20.000€). Für dieses Geld wurden Kleidung, Hygieneartikel und Spielzeug für 400 Kinder gekauft. Die hannoverschen Läden Karstadt und C&A gewährten bedeutende Rabatte. An dieser ehrenvollen Arbeit beteiligte sich auch Anton Raynesh, der nicht nur mit schwierigen Teenagern und Jugendlichen arbeitet, sondern auch Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer von Hannover ist.

Sechszehn Fans aus Hannover sind zur EM gefahren, und nahmen 743 kg verschiedener Sachen für die poltawischen Kinder mit. Leider wurden sie am ukrainischen Zoll nicht verstanden. Und zwar deshalb, weil das poltawische Internat Nr. 2 keine Erlaubnis für den Erhalt materieller Hilfe hatte. Wenn einer der ukrainischen Millionäre den deutschen Kindern helfen wollen würde, dann hätte er keine Probleme mit dem Zoll gehabt. Europa, verstehen Sie.

Obwohl, einige Zeit später wurde das Zollproblem gelöst. Außerdem haben die deutschen Fans noch einiges vor Ort gekauft.

Nach dem Besuch des Spiels mit den Niederlanden in Charkiw sind die hannoverschen Fans nach Lviv gefahren, wo die BRD mit Dänemark spielte. Dort erfuhren sie von der Existenz des Klosters der Heiligen Dreifaltigkeit, bei welchem ein Heim für 400 Kinder erschaffen wurde, von welchen viele an verschiedenen Krankheiten litten oder behindert waren.

Der Priester aus Hannover Jakob Seel beschäftigte sich mit den Problemen dieser Kinder und hat, mit Hilfe der Gemeindemitglieder und Stadteinwohner, ein Auto und zwei Anhänger voll mit verschiedenen Sachen und medizinischer Ausrüstung organisiert. An dieser Arbeit nahmen aktiv Anton Raynesh, Tania Biehrns und Lena Kage teil. Interessant ist, dass die ehrenvolle Aufgabe der Hilfe den Kindern sowohl die Vertreter der SPD, als auch der CDU vereint hat. Die aktivste Teilnahme bei dieser Arbeit leisteten das „Fan-Projekt Hannover“ und die Vereinigung der Fans des FC „Hannover 96“.

Vieles haben die Mitglieder dieser beiden Vereinigungen gemacht, junge Menschen, einige von ihnen haben Probleme mit dem Gesetz und der sozialen Adaptierung. Dank der Arbeit von Anton Raynesh haben diese Deutschen und Araber, Türken und Russen auch einiges zur Hilfe für ukrainische Kinder beigetragen.

Die Jugendarbeit begrenzt sich aber nicht nur auf Wohltätigkeit. Es wurden auch verschiedene Sportgruppen gegründet. Der Sport lehrt die jungen Menschen der Disziplin und der sozialen Verantwortung.

Jährlich wird an Pfingsten in Hannover eine Fußballmeisterschaft durchgeführt. So wird der Wettkampf der Mannschaften genannt, die unterschiedliche nationale Kommunen vertreten, die in Hannover leben. Das Team Rasha tritt erfolgreich auf all diesen Wettkämpfen auf.

 

In diesem Jahr wurde all das, was in Hannover gesammelt wurde in das Heim beim Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit, das sich in der Bukovina befindet, gebracht. Diese Aktion genoss den Segen des Vaters Boris, der am Heiligen Himmelfahrtskloster von Potschajew unterrichtet und sehr gut die Lage in dem Heim kennt.

Die Kinder erfreuten sich sehr an den Geschenken. Dabei hat einer der Jungs gesagt, dass das Schlimmste für ihn Undankbarkeit sei. Man möchte glauben, dass das Leben dieser kleinen Einwohner der Ukraine wenigstens ein bisschen fröhlicher geworden ist.

 

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: S. Aleksandrow (Hannover)

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