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Über Chemiewaffen, das „syrische Rubikon“ und die Wahlen

In der Nacht von dem 20. auf den 21. August wurden in der Nähe von Damaskus in Syrien Chemiewaffen eingesetzt. Nach Angaben der Experten, war das das der Nervenkampfstoff Sarin. Als Ergebnis der Anwendung der unkonventionellen Waffe starben, unterschiedlichen Quellen zufolge, zwischen 330 und 1300 Menschen, Vergiftungen unterschiedlichen Grades bekamen noch etwa drei Tausend Einheimische, unter welchen sich hauptsächlich alte Menschen, Frauen und Kinder befanden.

Wir wollen anmerken, dass Syrien zu den sieben Ländern gehört, die nicht die Internationale Konvention über das Verbot der Anwendung von Chemiewaffen unterschrieben haben, und in den Lagern der Regierungstruppen des Präsidenten Bashar al-Assad sich zehn Tausende Tonnen Giftstoffe befinden – von Phosgen bis zu den V-Gasen. Sowohl die Regierung Syriens, als auch die Syrische Freie Armee schieben die Schuld für das Massensterben der friedlichen Zivilbevölkerung voneinander hin und her.

 

Trotz der Mitteilung über die voraussichtliche Anwendung von Chemiewaffen in Syrien, sind alle im deutschen Bundestag vertretenen politischen Parteien gegen den militärischen Eingriff des Westens in den syrischen Konflikt. Der Wirtschaftsminister der BRD Dirk Niebel (FDP) hat komplett die Möglichkeit der Teilnahme der Bundeswehr an militärischen Operationen in Syrien ausgeschlossen.

Die Beweise für die Anwendung von Chemiewaffen in Syrien sind offenbar schon zerstört, wie der britische Premier Minister Cameron annimmt. Seinen Worten zufolge „zweifelt praktisch“ an der Schuld al-Assads auch nicht die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Beide Politiker nehmen an, dass hinter der chemischen Attacke in der Umgebung von Damaskus eine „entscheidende Reaktion der Weltgesellschaft“ folgen muss,- teilte Camerons Büro mit.

Bekannt ist, dass vor einiger Zeit der Präsident al-Assad gesagt hat, dass er nicht plant Chemiewaffen für die Verwirklichung des bedeutenden Überhangs in dem mehr als zwei Jahre in Syrien andauernden Bürgerkrieg einzusetzen. Obwohl der syrische Diktator sofort sagte, dass er trotzdem für sein Regime das Recht behält Giftstoffe einzusetzen, aber nur im Fall einer „äußeren Intervention“. Und so scheint es nun, dass sich dieser Moment doch in der Mitte des Augustes ereignete, als, nach Angaben einiger Massenmedien, die syrische Grenze von Spezialeinsatzkräften mehrerer Länder gleichzeitig überquert wurde – und zwar von Großbritannien, Israel und Jordanien. Insgesamt, nach Angaben der Journalisten, sind momentan in Syrien zwischen 600 und 800 Kommandos aktiv, die dort auf Aufklärungsmission sind. Und trotzdem meinen einige Analytiker, dass zur Massenanwendung von Sarin al-Assad in dem Moment keinen Grund hatte, als er die Einverständniserklärung für die Inspektion im Land von seitens der Experten von der UNO erteilte. Und die Rebellen, die es schafften eine bestimmte Anzahl von chemischen Giftstoffen von den Regierungskräften abzufangen, passt so ein Lauf der Dinge bestens, denn sie versuchen aus allen Kräften von der EU, den USA und der NATO eine militärische Intervention in Syrien zu erwirken. Und die Amerikaner haben sofort die erste Gelegenheit ergriffen den „syrischen Rubikon“ zu übertreten, um Luftangriffe auf die Position der Armee von al-Assad zu machen, und gleichzeitig auch auf die islamistischen Kämpfer, indem sie zu den Grenzen Syriens ihre ganze Armada führen.

Wer aus einem großmaßstäblichen Krieg in Syrien profitieren wird ist jetzt schwer zu sagen, aber wenn die militärischen Handlungen von seitens der USA und der NATO dort jedoch anfangen, dann wird da ein ziemlich „echter Fleischwolf“ stattfinden – hinter Syrien hängt der Schatten Irans, und auch Moskau wird ihre Militärbasis im syrischen Tartus nicht einfach so aufgeben. Und dann wird dieser Kriegskonflikt auch jeden von uns betreffen, denn abgesehen von den Budgetausgaben praktisch aus unseren Taschen, ist das auch durch die Verbreitung von chemischen Waffen auf dem Planeten gefährlich und einer schrecklichen Möglichkeit von Attacken, wie in dem Metro von Tokio, u.a. auch in deutschen Städten. Es bleibt nur auf den gesunden Verstand der Politiker zu hoffen und bei den Septemberwahlen für die zu wählen, die denken, dass mit militärischen Kräften der syrische Konflikt nicht zu lösen ist.

 

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

 

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