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Der im Ozonloch glühende Mercedes

(Und was es mit uns zu tun hat.)

Der Gutachter des Ausschusses der Europäischen Union riet, den Verkauf der neuen Serie Mercedes der Klasse A und B in Europa zu untersagen. Die Begründung – Nichterfüllung der Richtlinie der EU-Kommission bezüglich des Überganges zu der neuen Serie des Kühlmittels R1234yf von dem Kühlmittel der alten Serie R134a. (Das Kühlmittel der alten Serie R134a ist noch bis 2017 in den Autos erlaubt, deren Ausarbeitung noch bis zum 1. Januar 2011 andauerte).

 

Nicht unwahrscheinlich ist auch, dass das Verkaufsverbot auch die neue Serie des Mercedes der S Klasse erwartet. Es ist die meist erwartete Neuheit des Jahres 2013.

Zeitschrift DER SPIEGEL 26/2013

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-99311922.html

 

 

-Frankreich hat sofort das vorläufige Verbot zur Registrierung neuer Modelle von Mercedes, deren Konditionierungssysteme mit dem alten Kühlmittel gefüllt sind, bekanntgegeben.

Es ist ja auch klar – der Markt für die eigenen Spieler, Arbeitsplätze, Steuern.

Man könnte annehmen, dass die Führungsspitzen von Daimler die Zuspitzung der Situation bewusst zugelassen haben.

Bei der Durchführung der Crash-Tests (Sicherheitstest) von TÜV Rheinland stellte sich heraus, dass im Falle eines Zusammenstoßes des getesteten Wagens mit dem Hindernis, es zu einem Brand kommt. Schuld daran sind, nach dem Beschluss der Experten, ca. 500 Gramm der neuen Kühlflüssigkeit der Marke R1234yf , mit der das Konditionierungssystem gefüllt ist.

Gerechterweise muss man jedoch sagen, dass beim Reinwerfen einer angezündeten Zigarette in den Behälter mit dem Kühlmittel, es nicht zu einer Entflammung kommt. Wenn aber Abgase auf die glühenden Teile des Systems geraten, brennt das R1234yf lichterloh. Und danach ist es wie im Thriller…

Eine ganze Woche lang haben die Vertreter des Konzerns Daimler in Anwesenheit der anderen Autohersteller Autos verbrannt.

Sie verbrannten dabei nicht nur die eigenen Mercedes, sondern auch die fremden: Opel, Subaru und Hyundai.

Die Autos brannten fast restlos ab oder besser gesagt mit den Resten in Form von Dämpfen der Flusssäure. Oder wie man uns in der Schule beigebracht hat, in Form von Ätztinte.

Die Dämpfe sind sogar bei der Verdünnung von ein Tausendstel Milligramm pro Liter giftig.

 

 

Verbrennen – ersticken – verätzen?

Die möglichen Varianten sind untröstlich. Dasselbe erwartet auch die, die helfen wollen. Ganz normale Bürger, Polizeibeamten, Mediziner, Retter usw.

Das Weitere scheint klar zu sein. Man sollte unverzüglich das Benutzen von R1234yf verbieten. Zumindest in der Autoindustrie!

 

 

 

„Mercedes“ macht einen Aufstand

 

Es schien, als würden alle Autokonzerne als Einheitsfront auftreten.

Es ist jedoch seltsam – Opel führte Tests durch, die zeigten, dass ihre Autos, die mit R1234yf gefüllt sind, bei einem Unfall nicht entflammen…

An dieser Stelle kommen viele Vermutungen auf, nicht wahr?

Es ist ebenfalls klar, dass solch ein Problem nicht „einschichtig“ sein kann.

Die ganze Information kriegt man vermutlich nur von Edward Snowden.

Aber er ist ja irgendwo in Russland…

Für die Aufklärung der Situation sollten wir zu dem Montreal Protokoll aus dem Jahr 1989 zurückgehen.

Er wurde von dem Ozonloch geprägt.

Obwohl auch die gegensätzliche Behauptung sich als ziemlich gleichberechtigt erweisen könnte.

Im Jahr 1957 erschienen Geräte, mithilfe derer es gelang die Dicke der Ozonschicht zu bestimmen. Wie es üblich ist, haben die Wissenschaftler gleich angefangen, zu messen und Hypothesen aufzustellen.

„Und trotzdem schwankt sie!“ (die Dicke der Ozonschicht) – so haben sie die mythologische Phrase von Galilei paraphrasiert, die der Poet Giuseppe Baretti für ihn ausgedacht hat.

Und wenn sie schwankt, dann ist es gefährlich für die Menschheit!..

 

Diese Aussage gefiel den Politikern und den ökologischen Machern außerordentlich.

Es wurde ihnen klar, dass man daran politisches (und nicht nur) Kapital verdienen kann.

In dem Moment war es auch nicht so wichtig, ob die Schicht verfällt. Und ob die Theorie überhaupt berechtigt ist, achtung, „THEORIE“.

Dieser Moment kann also als der Geburtstag des Ozonloches gezählt werden. Und danach…

Danach sollte der Schuldige bestimmt werden. In Folge der Laboruntersuchungen wurde herausgestellt, dass der chlorartige Freon sich durchaus als der Schuldige erweisen könnte.

Und was ist mit den Herstellern?

Logischerweise haben die Hersteller der Freone, vertreten durch die Korporation DuPont, die in den 70-ger Jahren Führer des „Freonmarktes“ waren, die Theorie stark kritisiert.

 

Aber nur bis die Konkurrenten aus DuPont das Recht auf die Herausgabe von Freonen bekommen. Die Zeit des Monopolismus endete und die Einnahmen der Firma sanken. Also haben die Labore von DuPont neue Arten von Freonen herausgearbeitet, bei denen das Zerstörungschlor durch Fluor ersetzt wurde.

Da dieses Produkt sich als sehr kostspielig erwies, hat DuPont nicht nur die Befürworter des Kampfes für die Erhaltung der Ozonschicht unterstützt, sondern auch die Unterschreibung des Montreal Protokolls im Wiener Abkommen bezüglich des Schutzes der Ozonschicht initiiert. Die Unterzeichnung fand am 1. Januar 1989 statt.

Natürlich beschränkt sich die Handlung des Wiener Abkommen nicht nur auf die Freone. Aber uns interessieren heute eben die Freone.

Somit wurde DuPont für eine Zeit wieder der Marktführer.

Bravo, DuPont!

Die Zeit verging. Und als auf dem Markt wieder genug bedeutende Spieler waren, wurde ein anderer Weg gewählt. Herstellung neuer Freonenarten, jede von denen immer weniger der Umwelt schadet. Hervorragend!

Die neuen Arten von Freonen erscheinen jetzt mit beneidenswerter Regelmäßigkeit.

Ihr Wert wächst. Das Nutzen der Firma ist einleuchtend.

 

Die politischen Macher und die Ökologen verlieren dabei auch nicht. Die Mitgliedsländer des Vertrages zahlen Gebühren. Die zusammengesetzten Komites und Subkomites verteilen Quoten für die Anwendung der veralteten Freonen. Daraus folgen die zusätzlichen Möglichkeiten des Drucks auf die Wirtschaft der Entwicklungsländer.

Der ehemalige Generalsekretär von UNO Kofi Annan sagte, dass „das Montreal Protokoll vermutlich als einzige sehr erfolgreiche internationale Einigung angesehen werden kann.“

Im Oktober 2012 teilte die NASA mit, dass die Ausmaße des Ozonloches über der Arktis seit 2002 die minimale Größe erreicht haben.

Vielleicht sind ja doch die Freonen schuld? Denkbar wäre es.

Was jedoch viel wahrscheinlicher ist, dass die Forschungen von NASA die gegensätzliche Theorie bestätigt haben. Die Theorie der naturgegebenen, natürlichen Veränderung des Ozoninhaltes in der Ozonschicht der Erde.         

 

Irgendwann werden wir die Antwort auf die Frage bekommen, und solange…

Es ist schwer vorstellbar, mit welch einem Druck die Autohersteller aufeinander prallen würden, wenn sie darauf kommen würden die Handlungen von UNO zu kritisieren.

Da sie sich diese Situation besser als wir uns vorstellen können, haben sie einen anderen Weg gewählt. Nicht umsonst sind sie ganz dick im Geschäft.

Ein anderer Weg fand sich in Form von Kohlenoxid oder im Kohlendioxid d.h. im CO2:

– im Gegensatz zu Freonen völlig ungefährlich;

kostet praktisch gar nichts;

– der Übergang zu CO2 braucht keine zusätzlichen Forschungen;

die Herstellung und die Logistik sind in der ganzen Welt geregelt;

Der Chef des Aufsichtsrates von VW Ferdinand Piëch bezeichnete CO2 als das Kühlmittel der Zukunft.

 

Applaus! Eine schöne Lösung des Problems!

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Lassen Sie uns vergleichen.

Technisch:

der Wechsel vom Freonen 134 zu R1234yf, so wie vorher zu 134 forderte erneut neue technische Entscheidungen. Jetzt – die Verbindung der Druckluftpumpe mit dem Sammelrohr. Zusätzlich wurden neue Anlagen für die Bedienung der Konditionierungssysteme ausgearbeitet. Das gleiche wird bei der Herstellung jeder neuen Art von Freonen passieren.

-Der Umstieg auf CO2 benötigt eine radikale, aber einmalige Veränderung des Konditionierungssystems des Autos. Es erfolgt dadurch, dass der Arbeitsdruck in den Konditionierungssystemen der Autos mit dem Kühlmittel CO2 auf 100 bar ansteigt, im Gegensatz zu den 10 bar mit Freonen.

Finanziell:

der Umstieg vom einen Modell der Freonen auf das andere: einmalige Ausgaben (des einen Umstiegs) unvergleichbar kleiner, aber beständig…Die Gesamtausgaben sind sehr hoch.

 

Umstieg auf CO2: die Ausgaben sind bedeutend, aber einmalig.

Außerdem kann das Ozonloch sich ruhig zuziehen

 

Müssen alle für das CO2 stimmen?

Nein.

 

Unter den Fahnen von Daimler haben sich Audi, BMW, Porsche und VW gestellt. Auf der Seite der Konzerne und der Union deutscher Unternehmer.

Auf der anderen Seite der Barrikade:

Fiat, Opel und Peugeot. Diese Firmen fühlen sich finanziell heutzutage nicht sehr sicher und können somit den Umstieg von Freonen auf CO2 einfach nicht unterstützen. Die Investitionen, die dafür dringend nötig sind, sind bedeutend hoch.

-chemische Konzerne: hier gibt es nichts zu sagen. Wenn die Verluste auch nicht tödlich sind, dann doch ziemlich spürbar.

Welche Seite nimmt das UNO Komitee an? Wahrscheinlich wird sich die Entscheidung hinziehen.

Können die Autohersteller in der Zeit das Kühlmittel der vorherigen Serie R134a verwenden? Man kann unendlich viele Fragen stellen…Es gibt keine Antworten darauf.

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Was können wir tun? Wir können mögliche Szenarien der Entwicklung der Geschehnisse aus unserer Sicht betrachten. Aus der Sicht der Menschen, die aus ihrer eigenen Tasche diese wirtschaftlichen Kriege bezahlen.

Und unsere Taschen sind, wie es sich gehört, „traurig“.

Wie es sich gehört, weil wir in letzter Zeit vieles auf unserer eigenen Haut gespürt haben. Dieselpartikelfilter, bunte Plaketten, Umstieg auf das neue System der Strafpunkte, Umbenennung von Fahrern und Fußgängern in die, die ein Fahrzeug steuern und die, die zu Fuß gehen. http://inter-focus.de/index.php/ru/stil-zhizni/moj-avtomobil/376-shtrafy-1-aprelya-2013

Dabei wurden wir gar nicht gefragt, ob wir das alles brauchen und ob wir dafür zahlen wollen.

 

Folglich die Szenarien.

 

 

Szenarium 1. Die Hersteller der Freonen sind die Gewinner.

 

  1. 1.In diesem Fall gehen sie den ausgetretenen Weg.

-die Konditionierungssysteme der erneut herausgebrachten Autos werden mit immer neuen Kühlmitteln gefüllt.

-die alten Kühlmittel werden gemäß der Erscheinung neuer, immer teurer werden.

2. Die Regierung wird in das Spiel eintreten.

-Forderung einer zusätzlichen Steuer für das „naturgefährliche“ Auto.

Umbau des Autos für das Füllen des Systems mit dem neuen Kühlmittel. (Die obligatorische Anschaffung der ökologischen Plakette ist nicht ausgeschlossen).

 

 

Szenarium 2. Die Konzerne gewinnen.

 

  1. 1.Die erneut herausgebrachten Autos werden mit den Konditionierungssystemen ausgestattet, die mit Kohlendioxyd gefüllt werden. Eine Finanzierung ist möglich, zum Beispiel im Rahmen von UNEP (eines Programmes von UNO bezüglich der Umwelt aus dem Budget der EU usw.).
  2. 2.Die chemischen Konzerne drehen sich um 180 Grad und setzen sich für ein totales Verbot einiger Freonenarten ein, dabei lassen sie ein Monopol hinter sich, was ihre Beseitigung angeht. Der Investitionsrückfluss des Prozesses der Beseitigung an sich ist ziemlich hoch, da sie den defizitären Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff und Kohlendioxid zur Folge hat, die eine feste Anfrage auf dem Markt haben. Außerdem wird dieses Tätigkeitsgebiet höchstwahrscheinlich die Unterstützung der UNO bekommen.
  3. 3.Das Spiel betritt die Regierung. Regierung ist Regierung. Deswegen siehe Szenarium 1.

 

 

Szenarium 3. Unwahrscheinlich

 

  1. 1.Der Europarat führt in das Spiel eine neue Gesellschaft ein. Also seinen nicht geringfügigen Teil, der behauptet, die Dicke der Ozonschicht des Planeten schwankt nicht infolge technologischer Prozesse, sondern weil es eine Naturerscheinung ist.
  2. 2. Plötzlich erscheint eine neue Möglichkeit, zum Beispiel der Ersatz der flüssigen Kühlung durch…die elektromagnetische oder die Biokühlung.

Warum auch nicht? Was in diesem Fall passieren wird, kann jeder selbst voraussagen.

Wenn Sie sich an die Vorhersagen machen, vergessen Sie nicht, dass nachdem die Regierung das Spiel betreten hat (denn die Regierung bleibt nicht außen vor) wird diese sie nach dem Szenarium 1 behandeln.

Man sollte darauf achten, dass wie Rückschlüsse gezogen haben, indem wir die uns zugängliche Information analysiert haben. Das, was im Off geblieben ist, werden wir nicht erfahren.

Allgemein kann man sagen, dass auch im Fall eines unwahrscheinlichen Szenariums, uns zusätzliche Ausgaben erwarten. Unabhängig davon, wer diesen geheimen Kampf gewinnen wird.

Das was jedoch Bewunderung-Abneigung hervorruft ist die Tatsache, dass für die Geldmacherei in der heutigen Welt alles gilt. Angefangen bei bewaffneten Auseinandersetzungen bis zu den Naturerscheinungen.

Aber was macht es schon für einen Unterschied!

Ozonloch, globale Erwärmung. Die schwarzen Löcher sind die nächsten.

Was glauben Sie, kann man den Sonnenuntergang ausnutzen?

 

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Boris Margolin (Hannover)

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