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Hühner und Eulen auf den Autobahnen Deutschlands

oder warum wir auf den Straßen Unbehaglichkeit bei schlechter Sicht empfinden.

Wissen wir, wie wir uns auf der Straße bei schlechten Wetterbedingungen und in der Dunkelheit verhalten müssen?

Die Statistik sagt, dass wir das wissen.

 

 Wie sich herausstellt, finden in der Dunkelheit im Durschnitt 50% der ganzen Verkehrsfälle statt, obwohl die Verkehrsdichte 10 Mal niedriger ist, als am Tag. Außerdem, sind die abendlichen und nächtlichen Verkehrsunfälle, in der Regel, besonders schwerwiegend.

Wenn man zu und von der Arbeit in der Dunkelheit fährt, ist man gezwungen die Augen anzustrengen und – das ist kein Geheimnis – aufgeregt zu sein. Warum geschieht das?

Im Artikel Deutschlands Autofahrer wünschen sich bessere Sicht“ http://preview.osram.info/osram_de/Presse/Fachpresse/Automobilbeleuchtung/2008/081016_Licht-Test_TNS-Umfrage.html

wird eine Umfrage der Fahrer aufgeführt. Die Umfrage ging an drei Altersgruppen.

Fast jeder dritte Autofahrer in Deutschland fühlt sich in der Dunkelheit unsicher.

Davon – 18% Männer und 44% Frauen.

Die Unterteilung in die Altersgruppen ist in der Tabelle rechts aufgeführt.

Ehrlich gesagt, es scheint, dass die Fahrer über 60, beim Antworten ein wenig kokettierten, als sie sagten, dass sie nur manchmal (1%) Unbehaglichkeit beim Fahren bei schlechter Sicht empfinden. Oder sie fahren seltener in der Dunkelheit oder bei schlechtem Wetter, als früher, als sie noch jung waren.

http://preview.osram.info/osram_de/Presse/Fachpresse/Automobilbeleuchtung/2008/081016_LichtTest_TNSUmfrage.html

Das alles ist, in der einen oder anderen Weise, mit den Besonderheiten unseres Sehens verbunden.

Warum sind „nachts alle Katzen grau“?

Das Auge des Menschen ist schlecht an die „Arbeit“ in der Dunkelheit gewöhnt. Deswegen verringert sich die Schärfe unserer Sehkraft in der Dunkelheit. Die Schärfe hängt ab von Zellen, die bedingt, wegen ihrer Form, als Stäbchen und Zapfen genannt werden. Im menschlichen Auge gibt es etwa 130 Millionen Stäbchen und etwa sieben Millionen Zapfen (es gibt drei Arten: für rot, grün und blau). Stäbchen brauchen viel Licht, und Zapfen, die für die Farben zuständig sind, wollen nachts nicht arbeiten (die haben wohl nicht genug Licht) und wir „sehen mit Stäbchen“, aber nur graue, achromatische Farben. Es gibt Menschen, die überhaupt nachts erblinden – Nachtblindheit. Hühner z.B. haben keine Zapfen, deswegen sind sie in der Dunkelheit blind und die armen Eulen und Fledermäuse sehen das Tageslicht nicht – sie haben nur Zapfen.

Die schlechte Angepasstheit unserer Augen an die Nacht ist der physiologische Hauptgrund. Hinzu kommt noch, dass Sie müde sind, dass Sie zu dieser Zeit für gewöhnlich schon (oder noch) schlafen. Und viele andere objektive und subjektive Faktoren.

Setzen Sie nachts keine Frau hinters Steuer.

Um auf die Eulen und Hühner zurückzukommen, will ich anmerken, dass Männer einen Tunnelblick haben. Frauen dagegen haben peripheres Sehen, dass heißt, dass Frauen auf die Umgebung „weit“ schauen und alles sehen, was nicht nur auf der Straße passiert, sondern auch drum herum.

Wenn Sie zweifeln, erinnern Sie sich, wie oft ihre Partnerin ganz einfach im Schrank oder im Kühlschrank das findet, wonach sie stundenlang erfolglos suchen können. Dafür braucht Sie nicht, wie Sie, den Kopf von links nach rechts bewegen und den Blick von einem Gegenstand auf den anderen zu richten, dabei leise schimpfend. Sie sieht das ganze „Bild“ komplett.                                                                        

In der Dunkelheit oder bei schlechter Sicht, fühlt sich die Frau, die diesen Vorteil in dem Moment nicht mehr hat (ich hoffe die Frauen verzeihen uns diesen Vergleich), wie ein Pferd mit Scheuklappen, und empfindet dabei, auch wenn unbewusst, starkes Unbehagen. Und als Folge wird sie schneller müde und kann einen Fehler begehen.

Autobahn – „ein anderes Lied“.

Wenn Sie aus der Stadt mit den hell erleuchteten Straßen auf die Autobahn raus fahren, geben Sie ihren Augen ein bis zwei Minuten, um sich zu gewöhnen. Beeilen Sie sich nicht, auch wenn die Straße leer ist. Jetzt werden Sie sich mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h fortbewegen. Passen Sie die Geschwindigkeit an ihr Fahrkönnen an, den Zustand des Straßenbelags, die Wetterbedingungen. Sie befinden sich jetzt, wie in einer Art Tunnel. Aber im Tunnel erwarten Sie hinter den Wänden verschiedene Unannehmlichkeiten. Es ist schwieriger die Entfernung bis zum anderen Auto und seine Geschwindigkeit richtig einzuschätzen.

Ihre Hilfe – die Straßenmarkierungen.

Die Landesstraßen, mit zweispurigem Verkehr, beherbergen zusätzliche Schwierigkeiten. Und das nicht genug – Ihre Spur ist schmaler, als auf der Autobahn und es kommt noch Gegenverkehr, mit dem man die Straße teilen muss. Achten Sie darauf, dass Sie rechtzeitig das Abblendlicht einschalten. Bei kleinstem Zweifel senken Sie langsam die Geschwindigkeit. Ihr erster Helfer bei Gegenverkehr – die weiße Linie. Konzentrieren Sie sich darauf. Das kann helfen Blendung zu umgehen. Achten Sie auf die Verkehrsschilder. Sie stehen an bestimmten Stellen nicht einfach so. Wenn Sie ein Schild sehen, das vor einer scharfen Kurve warnt, senken Sie sofort die Geschwindigkeit, schalten Sie in den kleinsten Gang. Es ist nicht wichtig, wo genau Sie sich auf der Autobahn befinden, ob außerhalb der Stadt oder in der Stadt, schauen Sie nicht auf die Scheinwerfer der entgegen kommenden Autos, sondern auf die Markierungslinien, wie in dem Fall mit Gegenverkehr.

Wenn Sie doch geblendet wurden:

Dann müssen Sie wissen, dass für die Herstellung der Sicht Sie etwa 40 Sekunden brauchen, und diese ganze Zeit Sie sich blind fortbewegen werden;

geraten Sie nicht in Panik, schalten Sie das Warnblinklicht ein, senken Sie die Geschwindigkeit und rütteln Sie nicht am Lenkrad, – warten Sie ab, bis Sie das „Bild“ sehen können.

Alles, worüber wir heute mit Ihnen gesprochen haben, bedeutet keinesfalls, dass bei schlechtem Wetter und nachts man „stehen und Angst haben muss“. Sowieso werden Sie irgendwann gezwungen sein auf einer schlecht beleuchteten, glatten, nassen Straße zu fahren. Dann ist es besser sich im Voraus darauf vorzubereiten. Wenn Sie noch Fahranfänger sind, dann beraten Sie sich vor der Fahrt mit einem erfahrenen Fahrer. Fahren Sie mit ihm zusammen durch die nächtliche Stadt, auf der Autobahn. Er kann Ihnen verraten, in welcher Situation welche Fehler Sie machen. Und vor allem verlieren Sie nicht den Kopf in einer schwierigen Situation. Sich tadeln können Sie später, wenn die Gefahr hinter Ihnen liegt.

Erfolg auf den Straßen!

 

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über Roman Margolin (Hannover)

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