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Über Alternativen, europäische „Reiche“ und die Statistik

Die erst vor einigen Wochen gegründete neue Partei AfD „Alternative für Deutschland“ hat schon sofort, laut Umfragen, 3% der Wählerstimmen. Das Geheimnis des Erfolgs der frischgebackenen Partei liegt in dem Versprechen dem Land seine ursprüngliche nationale Währung zurück zu geben – die Deutsche Mark.

Diese populistische Devise arbeitet nicht schlecht vor dem Hintergrund der heutigen wirtschaftlichen Situation, wenn, laut der Ansage des Leiters des Instituts für öffentliche Meinung „Insa“ Hermann Binckert, zwei Drittel der Deutschen den Europäischen Stabilisationsmechanismus (ESM) nicht gutheißen. Joachim Starbatti, einer der Mitbegründer der neuen Partei sagt, dass die AfD durchaus den Abgang der jetzigen deutschen Kanzlerin Angela Merkel aus ihrem Amt erreichen kann. „Wenn wir in den Bundestag kommen, wird Angela Merkel Geschichte“, – sagte der Politiker.

 

Laut der Untersuchung, die auf Anfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wurde, beträgt laut der Statistik der durchschnittliche Wert des Eigentums eines Deutschen 51.400 Euro, eines Österreichers – 76.400 Euro, während ein durchschnittlicher Cypriot, der gerade vom Bankrott gerettet wurde, Eigentum im Wert von 266.900 Euro besitzt. In Italien liegt diese Zahl bei 173.500 Euro, und in Spanien – 182.700 Euro.

Und die Frau Kanzlerin selbst hält die Deutschen für reicher, als das, was in der letzteren Untersuchung der EZB herausgestellt wurde. „Die von der Bank angeführten Untersuchungsergebnisse entsprechen nicht der Realität“, – sagte Merkel vor einigen Tagen einer einflussreichen deutschen Zeitung. Ihren Worten zufolge, von einer reinen statistischen Sichtweise, sehen die Bürger solcher Länder, wie Spanien, Cypern oder Griechenland, reicher aus, als die Deutschen, aber mit solchen Daten sollte man vorsichtig umgehen, denn die Statistik kann durchaus „irreführen“.

Aber hier kann sich man ernsthaft darüber streiten, denn die statistischen Daten, die von der EZB angeführt wurden, bestätigen indirekt die Statistik, die die Deutsche Bank anführt, laut derer großmaßstäblichen Untersuchung eine deutsche Familie im Durchschnitt 54.000 Euro hat, und z.B. eine spanische – 178.300. Die Österreicher sind nicht weit von den Deutschen entfernt, sie haben nur ungefähr 76.400 pro Familie. Aber in dem von der Krise eingenommenen Italien – 163.900 Euro. Die Deutsche Bank zählte fremdes Geld, als repräsentative Auswahl aus 40 Millionen Familien nach steigendem Eigentumsumfang und dementsprechend die Berechnung der Durchschnittsgröße.

Und es ist verständlich, dass die populistischen Devisen der AfD nicht schlecht auf den Herbstwahlen antreten werden und, wahrscheinlich, dieser neuen Partei eine n-Zahl an Plätzen im Bundestag bringen werden. Man muss bemerken, dass die AfD für die Einhaltung der Europäischen Union ist, aber gleichzeitig für das sofortige Austreten aus der Eurozone.

Oder, vielleicht, ist die Rückkehr zu der Deutschen Mark – eine durchaus annehmbare Entscheidung für eine demokratische Regierung in diesen Umständen? Denn schon längst auf den Zähnen hängendes Flicken des Eurozone-“Mantels“ führt nur zu Verarmung der breiten Bevölkerungsmassen Deutschlands und füttert die stets wachsende soziale Spannung. Und wirklich, wie viel von den Etatgeldern kann man ausgeben, die sich u.a. auch aus unseren Steuern ergeben, für die Hilfe den Ländern, dessen Bevölkerung um einiges reicher ist, als wir? Denn in Deutschland im Großen und Ganzen, aber auch bei jedem Einzelnen von uns, sind genug Probleme aufzuweisen, für die Entscheidung welcher das Geld aus dem Bundesetat geleitet werden sollte. Und, wer weiß, es ist durchaus möglich, dass die AfD sich als eine Art Alternative für den durchschnittlichen einzelnen Einwohner Deutschlands erweisen kann?

 

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

 

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