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Ständige Erschütterungen Politische Bildung Nr. 6.

Der Meteorit

Einer der Ereignisse, die Russland und Europa erschütterten, war der Fall des ziemlich großen Meteorits in der Oblast Tscheljabinsk. Bei diesem Fall ereignete sich eine ziemlich große atmosphärische Explosion. Jedenfalls sieht Hiroshima dagegen wie ein kleiner Kinderstreich aus.

 

Zum Glück für die Russen, waren die Verluste nur materiell und keiner kam dabei um. Nur einige Verletzte, kaputte Fenster und eine eingestürzte Wand. Es erfreut, dass das russische Volk in den schwersten Momenten seinen Humor behält. Sofort nach der Explosion entstand der folgende Witz: die Bewohner des Meteorits haben mit Horror die Näherung der Oblast Tscheljabinsk beobachtet. Obwohl, nicht nur solche Explosionen hat die Oblast Tscheljabinsk gesehen.

Und was besonders erschüttert hat, dann war das die Wirkung des Flugabwehrsystems: wer, wann und warum hat entschieden, dass im Anflug tatsächlich eine Meteorit und keine Kampfrakete war? Oder, was noch wahrscheinlicher ist, unsere eigene „Bulawa-Rakete“. Und wer konnte genau wissen, dass dieses Ding fallen könnte? Denn in der Oblast Tscheljabinsk gibt es viele Militär- und Verteidigungsobjekte, auf dem Gebiet welcher, Sie selbst verstehen, was sich befindet. Und bei unglücklicher Fügung, hätte niemand in der Oblast Tscheljabinsk leben können, und warum auch.

Also hat Russland jetzt ein funktionierendes Flugabwehrsystem oder nicht?

 

Die eiserne Lady

 

In England verstarb in einem ziemlich hohen Alter die ExPremierministerin Margaret Thatcher. In den letzten dreißig Jahren hat kein Staatsoberhaupt so viel für England gemacht, wie die „eiserne Lady“. Sie hat nicht nur bei der argentinischen Junta den Krieg um die Falklandinseln gewonnen, sondern hat auch die Wirtschaft Großbritanniens von Grund auf verändert.

Nicht alle fanden diese Veränderungen gut. Besonders den Mitarbeitern der abgeschafften Industriebereiche. Aber auch denen, die in Staatseinrichtungen angestellt waren, die danach privatisiert wurden.

Seit Winston Churchills Zeiten wurde kein englischer Politiker so feierlich beigesetzt. Zur Trauerzeremonie kamen Vertreter von ungefähr 200 Ländern. Es erschüttert die Dummheit und die Rüpelhaftigkeit der russischen Regierung, welche es nicht für notwendig erachtete wenigstens den Vize-Außenminister zu dieser Beisetzung zu schicken. Was soll man da machen? Es gibt einfach viel zu viele Menschen, die oben sitzen und durch schlechte Erziehung auffallen, die sich nur darum kümmern ihre Taschen zu füllen.

 

 

Sag mir, wer ist dein Freund

 

Eine andere Sache war die Beisetzung von Hugo Chávez. Es reisten an die Vorsitzende des Föderationsrats Walentina Matwijenko und der Außenminister Sergei Lawrow. Und auch Igor Sentschin – Leiter der Firma „Rosneft“, der einzige Russe, der auf der Liste der Hundert Mächtigsten Personen auf der Welt steht. Und, aus welchem Grund auch immer, ist zusammen mit ihm auch der Chef der Staatskorporation „Rostech“ Sergei Tschemesow, angereist.

Übrigens, besaß der verstorbene venezolanische Colonel unter allen anderen seinen Auszeichnungen den Orden der Islamischen Republik Iran des ersten Grades und den weißrussischen Orden der Volksfreundschaft. Und keine einzige russische Auszeichnung. Zum Glück.

Obwohl, über Chávez jetzt entweder Nichts oder nur Gutes. Zum Guten gehören sein Schreiben von Gedichten und Erzählungen, und auch die Beschäftigung mit dem Malen und dem Singen. Jedoch beschränkte er sich nicht nur darauf und bastelte stur an dem bolivarianischen Sozialismus. Das ist eine Mischung aus dem Trotzkismus und dem Sozialismus in Verbindung mit Creolen- und Indianerlebensumständen. Für besseren Geschmack wurde dazu der absolut maßlose Antiamerikanismus zugemischt.

Interessant, dass unter Chávez die Armen in Venezuela definitiv bessere Lebensumstände hatten, als früher. Wahrscheinlich hat genau deswegen sein Nachfolger Nicólas Maduro, mit Mühe, aber trotzdem die neuen Präsidentschaftswahlen gewonnen. Auf diese Weise werden die Kopfschmerzen den USA erhalten bleiben.

 

Die, die mit der Brust erschüttern

 

Obwohl längst nicht alle von den mit den Titten wackelnden „Mädels“ aus „Femen“ erschüttert wurden, doch Aufruhr in Deutschland haben sie stark veranstaltet. Wie die Devise dieser Bewegung lautet, „Kam, zog sich aus, siegte“. Von der anderen Seite, die Brüste hätten auch besser sein können. Mit denen, die uns gezeigt wurden, konnte man nur schwer auf einen bedeutenden Sieg abzielen.

HannoverMesse 2013 1 4

Auf dem Hintergrund der oben ohne Mädchen sind fast unbemerkt die Demonstrationen der Syrier und „russischen“ Juden vorbeigegangen, mit denen der russische Präsident Putin vor dem Eingang in den Kuppelsaal begrüßt wurde, wo die offizielle Eröffnung der Hannover Messe stattfand. Die einen protestierten gegen die Hilfe dem Regime von Asad, die anderen kämpften für die Demokratie in Russland. Was, natürlich, ziemlich unterhaltsam ist. Von der anderen Seite, im freien Land kann man auch kämpfen.

Was „Femen“ anbelangt, gibt es in diesem Fall ziemlich viele Fragen. Die Mädels reisen durch die ganze Welt und bekommen überall ihre Visa. Trotz der… Und wieder, essen und schlafen müssen sie ja irgendwo. Die Fahrten hin und her kosten ja auch bestimmtes Geld. Also, wenn sie nach Europa gelassen werden, dann braucht das wohl jemand. Genauso ist die Antwort auf die Frage notwendig: woher kommt das Geld für das Ganze?

Wie die Mädels in die unmittelbare Nähe der Kanzlerin Merkel und des Präsidenten Putin gelangen konnten, antworten können nur die entsprechenden Nachrichtendienste. Übrigens, die Mädels mussten ja noch die Tops ausziehen. Also, arbeiten die Nachrichtendienste entweder seht schlecht, oder sehr gut…

Und interessant ist, wie die Aufschriften auf den Damen angebracht wurden. Auf der Brust stand die Aufforderung oder das Angebot den Diktator zu „ficken“. Auf Englisch. Wahrscheinlich, war das dafür veranstaltet worden, damit Putin es lesen und verstehen konnte. Und, dementsprechend, zusagen oder nicht.

Und auf den Rücken der ehrenwürdigen Damen, die zu den Kameras gewandt waren, stand ein nicht normativer russischer Text, der sich persönlich an Putin richtete. So nach dem Motto: Geh Junge, geh. Und geh nicht einfach so, sondern in eine bestimmte Richtung. Leider, hat die Mehrheit der Europäer diesen Rückenaufruf nicht verstanden. Offensichtlich, war dieser ausschließlich für das russische Auditorium bestimmt.

 

Schnee

 

Ende März in Kiew, buchstäblich absolut unerwartet, fiel Schnee. Und es fiel ziemlich viel. Jedenfalls, am 22. März hörten die öffentlichen Verkehrsmittel in der ukrainischen Hauptstadt auf zu funktionieren. Mit der Ausnahme in Form der Metro. Und was interessant ist, dass an diesem Tag auf den Straßen kein Milizmitarbeiter zu sehen war, die dazu verpflichtet sind den Straßenverkehr zu regulieren. Vor allem in kritischen Situationen.

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Eigentlich hat keiner der ukrainischen Regierungskörperschaften Schnee erwartet. Dachten, fällt ein bisschen und hört auf. Aber da hatten sie sich wohl geschnitten. In einer Reihe von Stadtvierteln wurde kein Brot in die Läden innerhalb von fünf bis sechs Tagen geliefert. Und der Müll wurde, wohl, etwa zehn Tage nicht entsorgt.

Es stellte heraus, dass eine solch große Stadt, wie Kiew, in einem Ausnahmefall nicht regiert werden kann.

Obwohl ja heute auch niemand das ganze Land Ukraine regieren kann. Außerdem, entsteht der Verdacht, dass es so ein Land gar nicht gibt. Vor allem, wenn man das ukrainische Parlament, die Macht und die Opposition beobachtet. Es entsteht der Eindruck, dass ohne bestimmte besondere Maßnahmen die regierende Partei der Regionen es bei den nächsten Wahlen nicht schaffen wird, die Mehrheit zu erlangen. Und das kann bedeutende Erschütterungen zur Folge haben.

 

Marathon am „Patriot Day“

 

Wie bekannt ist, wurde Amerika von Explosionen in Boston während des Marathons erschüttert. Irgendwelche Halunken veranstalteten einen Terroranschlag, wobei sie viele Amerikaner töteten und verletzen. Die US-Geheimdienste arbeiten ziemlich erfolgreich. Schon sehr bald wurden die beiden jungen Menschen gefasst, die dieses Verbrechen begangen hatten.

Noch ist nicht klar, ob das ein Anfang für eine großflächige Terrorkampagne gegen Amerika war, oder einfach nur die Taten von zwei Idioten.

Interessant ist, dass beide Verbrecher sich als ethnische Tschetschenen herausgestellt haben. Wieder interessant ist, wie sie die Visa für die Einreise in die USA bekommen konnten. Und wieder, den unbefristeten Aufenthalt. Offenbar wurden für die tschetschenischen Kämpfer gegen den russischen Imperialismus bestimmte Privilegien eingeräumt. Und dann sind die Menschenrechte in vollem Ausmaß in Massachusetts aufgeblüht. Zusammen mit den Explosionen.

 

Fotos von Boris Kunin und Sergej Vikman.

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer.

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über S. Aleksandrov (Hannover)

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