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Integrationszentrum Mi&V e.V. – Mitarbeit und Verständigung

Halt auf der Autobahn.

Verhaltensregeln. (Das, was alle wissen…)

Autofahrer, die auf der Autobahn halten, verursachen des Öfteren große Unfälle.

Haben Sie jemals bemerkt, ob sich die Auto- und Mitfahrer richtig benehmen, wenn sie notgedrungen auf der Autobahn Halt machen?

Ja, falsch verhalten sie sich in 80% der Fälle.

 

Seien Sie ehrlich, mit Ihnen ist das auch schon mehrmals passiert. Obwohl Sie ganz genau wissen, wie man sich in diesem Fall verhalten und was genau man tun soll. 

 

Die Warnblinkanlage einschalten.

Versuchen „es bis zum vorgesehen Autobahnparkplatz oder bis zur Nothaltebucht zu schaffen“. Wenn das unmöglich ist, dann auf dem Seitenstreifen bzw. Pannenstreifen halten.

Das Auto verlassen, nach Möglichkeit durch die rechte Tür. Wenn der Fahrer das nicht machen kann, dann muss ein Moment ausgesucht werden, in welchem man das Auto gefahrlos verlassen kann.

Die Sicherheitsweste anziehen.

Auf einer Entfernung von 150-200 Metern (die Leitpfosten stehen immer auf einer Entfernung von 50 Metern) das Warndreieck aufstellen. Wenn Sie hinter einer Kurve halten, dann wird das Dreieck unmittelbar vor dem Anfang der Kurve aufgestellt.

Die Autobahn verlassen, d.h. hinter die Absperrung gehen und Hilfe rufen.

Wie ruft man um Hilfe?

Das ist nicht schwer.

Wenn Sie in der Nähe einer Notfallbucht halten, die ein Telefon enthält, ist die Sache klar.

Wenn es kein Telefon gibt, dann müssen Sie von Ihrem Handy aus die 222222, also sechs Zweien oder die 01802222222 (sieben Zweien) wählen.

Man kann auch die 112 oder 110 wählen, aber auch in diesem Fall…

Vor dem Anruf sammeln Sie sich natürlich, um nicht nervös in den Papieren zu wühlen und um das Auto herumzulaufen und bereiten Sie sich auf Antworten zu folgenden Fragen vor:

– Name, Vorname,

– ADAC-Mitgliedsnummer,

– Kennzeichen, Modell und Farbe des Autos,

– Ihre Handynummer,

– was mit Ihrem Auto passiert ist,

– der Ort, an dem der Halt stattfand, oder einfach, wo man Sie finden kann.

Mit diesem Ort treten manchmal Schwierigkeiten auf.

In neueren Navigationssystemen gibt es die Funktion der „Hilfe“, die anzeigt, wo man sich gerade befindet. In alten Geräten kann man die Koordinaten ermitteln.

Aber wenn Sie sich aus irgendeinem Grund sich nicht mit dieser intelligenten Technik auseinandersetzen können, dann werden Ihnen folgende Sachen helfen:

– Verkehrsschilder (die Richtung, die Nummer der Autobahn, die Entfernung zur nächsten Abfahrt),

– Leitpfosten (die Kilometerzahl, auf welcher Sie sich befinden).

Warum haben Sie alles so gemacht und doch nicht ganz genau so? Psychologie? Wahrscheinlich.

Also,                                                                                                                        

Sie befinden sich in einer Extremsituation, Ihr Auto ist mit einem anderen Auto kollidiert, oder der Kraftstoff ist alle und der Radiator brennt, oder der Reifen hat ein Loch, oder der Generator „ist gestorben“, oder, oder, oder…

Es gibt keinen Grund in Panik zu geraten, denn es reicht einen Anruf zu machen, und die „gelben Engel“ sind sofort zur Stelle (wenn Sie nicht Mitglied dieser tollen Organisation sind, dann wird Sie das nicht sehr viel kosten).

Aber Sie sind trotzdem nervös.

Vielleicht haben Sie ein wichtiges Meeting und könnten jetzt zu spät kommen. Vielleicht ist es schon spät und dunkel. Vielleicht meckert die Ehefrau immer, dass Sie nichts auf die Reihe kriegen. Vielleicht, vielleicht, vielleicht…

Außerdem wissen Sie nicht, wo Sie sich befinden. Die ADAC-Mitgliedskarte mit der Nummer können Sie nicht finden. Das Warndreieck hat sich hinter den Koffern mit den Klamotten der Ehefrau „versteckt“ und Sie sagen ihr noch mal, dass sie nicht so viele Schuhe hätte mitnehmen brauchen. Über die Sicherheitsweste braucht man gar nicht nachdenken, die kann man eh nicht finden. Bekannte Situation?

Aber, Gott sei Dank, wird alles langsam besser. Die Warnblinkanlage blinkt. Das Warndreieck steht auf einer Entfernung von 200 Metern. ADAC ist auf dem Weg. Die Ehefrau meckert ja schon fast neckisch. Sie rauchen nicht mehr so nervös, wie vor fünf Minuten und fangen an die Situation zu analysieren.

Es stellt sich heraus, dass Sie rechtzeitig die Warnblinkanlage eingeschaltet haben, aber sind durch die Fahrertür ausgestiegen: aber ehrlich mal, welcher Idiot wird durch die rechte klettern?.. Es stellt sich heraus, dass die Frau und die Kinder immer noch im Auto sitzen.

Es stellt sich heraus, dass sie auf dem Weg zum Aufstellen des Warndreiecks nicht hinter der Absperrung gegangen sind, sondern auf dem Seitenstreifen der Autobahn, ohne die Sicherheitsweste, und das Dreieck hielten Sie nicht auf Brusthöhe, sondern haben gänzlich vergessen es auseinander zu nehmen.

Es stellt sich heraus, dass sie danach die Motorhaube aufmachten. Ja, was denn sonst, Sie müssen ja nachschauen was da los ist! Obwohl, in dem Moment wurden Sie fast vom Wind von dem vorbei fahrenden LKW davon getragen, aber Sie sind ja nicht unter seinen Reifen gelandet…

Also ist alles irgendwie gut gegangen. Und nun… Und nun fühlen Sie sich als Herr der Autobahn. Und Sie spazieren hin und her, angstfrei. Ist ja wie ein „Unsterblichkeitssyndrom“ oder so. Warum? Na weil Sie denken, dass alle an ihrem Vorfall teilnehmen. Dass jeder Vorbeifahrende Mitleid mit Ihnen hat.

Und in Wirklichkeit? In Wirklichkeit sind Sie eine Störung. Die Autos, die in der ersten Reihe vorbeifahren, lenken etwas nach links. In der zweiten Reihe noch mehr nach links. Und dann machen Sie einen Spalt breit die Fahrertür auf. Einige, die Sie zu spät bemerkt haben, bremsen ein wenig ab. Die hinter ihnen auch. Und dann bremsen alle ab aus „Gruppenzwang“ und wechseln ruckartig die Spur. Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls steigt exponentiell!

Irgendjemand, nachdem er seine Zigarette oder den Wasserflaschendeckel auf den Boden fallen ließ, hat in die erste Reihe gewechselt und sieht weder Ihr Warndreieck, noch ihre Blinklichter, und das Lenkrad schwenkt bei ihm zur Seite, von alleine, ein bisschen nach rechts, und das Auto befindet sich schon in gefährlicher Nähe von Ihrem Kofferraum. Jetzt gefährden Sie nicht nur Ihr eigenes Leben und das Leben Ihrer Familie, sondern auch das Leben der hinter ihnen fahrenden Menschen, die bis heute nicht mal geahnt haben, dass es Sie gibt.

Dann springen Sie sofort aus dem Auto, retten Sie Ihre Frau und Ihr Kind! Sie sind doch nicht wirklich unsterblich, oder?..

Wissen Sie eigentlich, dass Straßenarbeiter und Autobahnpolizisten zu den Personen gehören, dessen Arbeit mit erhöhtem Risiko zusammenhängt? Fragen Sie mal Ihre Versicherung. Die können Ihnen einiges erzählen.

Und was sagen eigentlich die Verkehrsregeln über unsere Situation? Und zwar Folgendes.

§ 18 StVO, Punkt 9

Sagt, dass Fußgänger Autobahnen nicht betreten dürfen, mit Ausnahme der speziell dafür vorgesehenen Plätze (z.B. Notfallbuchten oder Pannenstreifen)

Deswegen, wenn auch alles gut ausgegangen ist, dann können Sie sich Strafe wegen folgender Punkte „einheimsen“:

–         das Fehlen der Sicherheitsweste – je 5 € (pro Person),

–         Betreten der Autobahn – zwischen 5 und 10 € (wieder pro Person),

–         falsche Markierung des Halteplatzes 30 bis 35 €.

Das ist jetzt nicht die Welt, aber trotzdem…

 

Also, seien Sie aufmerksam.

Und Erfolg auf den Straßen!

 

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Über Roman Margolin (Hannover)

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