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„Unerwartet für mich, fing ich hier an zumalen…“

Es ist gut, wenn nicht nur junge Leute, sondern auch diejenigen, die nach Deutschland im

fortschrittlichen Alter gekommen, erfolgreich sind und ihren Platz finden.

 

Rachil Lejkina kam nach Frankfurt aus Petersburg, als sie fast 50 Jahre alt war. Hinter sich – fast das ganze Leben: die Ausbildung in Muchin Kunstschule zur Künstler-Grafikerin, die Arbeit auf einem Kunstbetrieb.

 

Sie machte verschiedene Aufträge, für Museen, den Botanischen Garten, dem Arktis und Antarktis Institut und so weiter. Dabei sollte sie genau die Natur nachbilden. Für eigene „Fantasien“ gab es keine Zeit und keine Kraft mehr. Und nun ist sie in Deutschland…

 Das Bild „Blümen“.

„Etwas anderes zu machen? Das kam nicht mal in meinen Kopf. Natürlich, konnte ich nicht meine Lebensbeschäftigung aufgeben“, gibt die Künstlerin zu. Unerwartet für sich selbst fing sie an zumalen. Die Fantasien, die jahrelang verdrängt wurden, bekamen einen Boden. Eigene Bilder und originelle Kompositionen tauchten auf.  

„Stillleben“. 

Lejkina malt Bilder, die häusliche Wärme schenken und gute Laune bringen. „Ein Haus ist ohne Bilder nackt“, sagt die Malerin. „Bilder schenken ihm eine Aura“. Lejkinas Lieblingsthemen sind Natur, Stillleben, die Umwelt, welche sie bewundert. Alle Wände ihrer kleinen Wohnung sind mit ihren Bildern behängt.

„Weingläser“.

„Einige Bilder sind „leicht“ gemalt, aber geben es auch „schwierige“ Bilder, die man zehnmal malt. Hauptsache, meint die Malerin, in Harmonie mit sich selbst zu bleiben, aus der Seele zu malen“.

 

Neue Herausforderung

Während ihrer 18 Jahre in Deutschland wurden die Werke der Künstlerin nicht einmal in Frankfurt und anderen deutschen Städte ausgestellt. Außer Kunst, fand Lejkina in Deutschland auch eine andere Herausforderung: Kindern die Malerei beizubringen und zwar- in russischer Kunsttradition. Es ist kein Geheimnis, dass es hier sehr schwierig ist eine Kunstschule zu finden, wo man wirklich Malen lernt und nicht einfach gut Zeit verbringt. Viele Kinder malen zu Hause gern, aber sie brauchen einen guten Pädagogen um weiter zu wachsen, Technik der Zeichen kennen zu lernen- Heute leitet Lejkina einen Malkurs im Jugendzentrum“Amichaj“ der jüdischen Gemeinde Frankfurts, macht Dekorationen zu Feiertagen, leitet „Kunstwerkstätte“ für Ältere. Ihre Wandmalerei „Frankfurt“ dekoriert das Jugendzentrum. Viele Kinder und deren Eltern sind mit der Arbeit der russischen Pädagogin sehr zufrieden und glauben, dass sie Glück hatten. Heute können wir schon Werke von Lejkinas Schüler bewundern.

 


 

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über Lina Zasepskaya, Frankfurt

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