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Autokauf Nr. 3

Also, Sie haben sich endlich dazu entschlossen ein Auto zu kaufen.

Selbstverständlich kann man in einem Artikel nicht alles beschreiben, was bei einem Autokauf passieren kann. Denn Störungen, wie auch Automodelle gibt es eine Menge. Aber die Hauptmomente werden wir versuchen hier zu erörtern.

 

 

Was und wen sollte man mitnehmen?

 

Von den Instrumenten ist es ratsam ein Lackschichtenmessgerät mitzunehmen – ein Gerät für die Kontrolle der Farbbeschichtung, Taschenlampe und Spiegel am langen Stiel. Ebenfalls könnten Küchenpapier und Arbeitshandschuhe von Nöten sein.

 

Alleine zum Autokauf hinzufahren ist auch unratsam. Das – aus Erfahrung. Auch eine Person, die sich überhaupt nicht mit Autos auskennt, kann etwas sehen, was Sie nicht bemerken.

 

Ganz zu schweigen vom Verhandeln und den so genannten „außerordentlichen“ Situationen, welche, leider Gottes, auch passieren.

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Sie sind beim Händler.

 

Wenn Sie schon an der Schwelle, sozusagen, gehetzt werden, ist das ein schlechtes Zeichen. Dann müssen Sie doppelt aufmerksam sein.

 

Starten Sie das Auto nicht sofort. Wenn der Händler den Wagen schon vor ihrer Ankunft gestartet hat, dann muss Sie das stutzig machen. Machen Sie den Motor aus und unterhalten Sie sich über das Wetter, die Politik, die Kinder. Stören Sie den Händler nicht dabei zu erzählen, was für ein tolles Auto er hat. Überprüfen Sie die Papiere. Die Kontrolle der Autopapiere ist sehr wichtig.

 

Können Sie sich noch daran erinnern, wie bei Bogomolov in „Der Moment der Wahrheit“ eine Dokumentenkontrolle von Alekhin durchgeführt wurde? „Dienstreiseordnung… Punkt statt Komma… Sonderzeichen… Ausweis… Inhalt… Textschrift… Interlinearpetit… Eckstempel… Wappensiegel… Unterschrift… Natur…Farbe…Wachs… Oberflächenstruktur des Papiers… Dichte…“

 

So auch in Ihrem Fall: das Servicebuch, die Belege über die durchgeführten Arbeiten, die Nachweise über die Durchführung der TÜV-Prüfung können über vieles erzählen.

 

Vergleichen Sie immer den Kilometerstand zum gleichen Zeitpunkt, der in unterschiedlichen Papieren aufgeführt ist. Schauen Sie nach in welcher Stadt der Wagen registriert ist und in welcher Stadt sich die Autowerkstatt befindet, die die Einträge im Servicebuch gemacht hat.

 

Seien Sie sehr aufmerksam gegenüber Stempeln und Unterschriften. Eine Fälschung ist möglich.

 

Leider wird im Fahrzeugbrief nur die Anzahl der vorherigen Besitzer des Autos vermerkt. Weder das Alter, noch die Beschäftigungsart der Firma taucht darin auf. Es gibt ein Risiko einen Mietwagen zu erwerben.

 

Haben Sie die Papiere überprüft? Öffnen Sie jetzt die Motorhaube.

 

Sie dürften keine Spuren von Öl entdecken. Wenn Sie doch etwas entdecken sollten – wischen Sie das weg. Für die Sichtkontrolle des Motors brauchen Sie einen Spiegel am langen Stiel und eine Taschenlampe. Öffnen Sie vorsichtig den Deckel des Gefäßes mit der Kühlflüssigkeit. An dem Deckel und an den Wänden darf kein Belag sein. Die Kühlflüssigkeit muss durchsichtig sein. Ziehen Sie den Messfühler heraus, kontrollieren Sie den Stand und den Zustand des Motoröls. Der Anhänger mit der Anzeige des Zeitpunkts und des Kilometerstandes, als das Öl gewechselt wurde, wird Ihnen helfen. Der Ölstand muss zwischen dem Minimum und dem Maximum sein, das ist ungefähr ein Liter. Verlust bis zu einem Liter Öl auf zehn Tausend Kilometer ist ein gutes Ergebnis. Bei Benzinmotoren wird das Öl nach fünf Tausend Kilometern etwas dunkler, bei Dieselmotoren, leider, wird es sofort schwarz, und das muss Sie nicht erschrecken.

 

Kontrollieren Sie, ob die Zündung angeht.

 

Der Motor muss sofort angehen, wie es so schön heißt, bei einer halben Drehung des Schlüssels im Zündschloss. Beim Auto mit einem Dieselmotor sollte man bei kaltem Wetter besser warten, bis die Glühkerzen warm werden. Nachdem der Motor angeht, müssen alle Kontrolllampen auf dem Armaturenbrett erlöschen. (Ausnahme: Das Lämpchen der Feststellbremse (Handbremse) und der Gurte. Die sollen ruhig leuchten. Wenn noch etwas leuchtet, dann ist etwas nicht in Ordnung. In diesem Fall müssen Sie einen Blick ins Betriebsbuch werfen. Normalerweise befindet sich dieses im Handschuhfach.)

 

Warten Sie 10 bis 15 Sekunden, schalten Sie den Motor aus und drehen Sie sofort den Schlüssel im Zündschloss um, ohne den Motor wieder einzuschalten! Wenn der Motor in gutem Zustand ist, dann wird die Öl-Anzeige nicht sofort aufleuchten. Wenn das doch geschieht – dann, wahrscheinlich, ist der Motor abgenutzt, da beim Motor die Zeit der Senkung des Öldrucks fünf Sekunden beträgt.

 

Auf jeden Fall müssen Sie auf die Motorumdrehung achten. Bei nicht-durchgeheiztem Motor betragen die Umdrehungen 1000U/min, nach dem Durchheizen – dürfen die Umdrehungen nicht 1000U/min erreichen. Lassen Sie die Umdrehungen bis auf 2000U/min kommen, aber drücken Sie nicht zu stark aufs Gaspedal und dabei soll sich der Drehzahlmesser im Tachometer nicht bewegen. Erhöhen Sie die Umdrehungen auf 3000U/min. Zuerst sanft und dann ruckartig. Nach langem Stehen ist es durchaus möglich, dass Rauch aufkommt. Möglicherweise wird es nach einiger Zeit weniger und verschwindet dann beim Fahren ganz. Das werden wir erst nach der Probefahrt erfahren. Aber öfter… signalisiert das Rauchen, dass mit dem Motor etwas nicht stimmt.

 

Glauben Sie nicht, dass die Farbe der Abgase entsprechend der Farbe der Karosserie ausgesucht wird.

 

Der Rauch aus dem Auspuff kann einen weißen oder schwarzen, oder auch einen gräulichen Ton haben. Die Erscheinung des Rauchs ist verbunden mit den Schäden der „Arbeitsorgane“ des Motors: im Großen und Ganzen, dem Kraftstoffsystem, dem Kühlsystem und der Mechanik. Deswegen entsteht Rauch wegen unvollkommener oder „falscher“ Kraftstoffverbrennung und des Eindringens der Kühlflüssigkeit oder des Öls in die Zylinder. Und genau das verleiht den Abgasen ihre charakteristische Farbe.

 

Mit dem Auspuff alles in Ordnung? Eilen Sie nicht den Motor auszumachen. Ziehen Sie vorsichtig den Ölmessfühler heraus. Wenn das Öl den Messfühler gleichmäßig bedeckt, mit einem dünnen Film – dann ist alles in Ordnung, wenn es schäumt – dann hat sich das Öl mit der Kühlflüssigkeit vermischt. In diesem Fall könnte man annehmen, dass die Motorkopfdichtung kaputt ist, oder, was gänzlich unangenehm ist, dass der Motor stark überhitzt wurde und der Motorkopf deformiert ist. Und wieder, müssen Sie vorsichtig den Hals des Ölbehälters zur Seite drehen. Dampf, wenn draußen nicht kalt ist, sollte nicht entstehen! Und natürlich muss der Motor gleichmäßig arbeiten. Es dürfen keine anderen Geräusche zu hören sein.

 

Wenn Sie irgendwelche Störungen entdeckt haben und nicht wissen was das ist – keine Eile. Schreiben oder merken Sie sich, was passiert ist. Kann sein, dass es nicht das ist, was sie denken. Führen Sie Ihre Inspektion des Autos trotzdem fort…

 

Sie haben Glück, der Motor ist in gutem Zustand. Bei der Kontrolle der Reifen, des Wageninnern, der Autolichter, etc. wollen wir uns nicht detailliert aufhalten, sondern nur einige wichtige Momente festhalten.

 

 

 

Zahnstangenlenkung. Drehen Sie das Lenkrad ruckartig nach rechts und links im Ruhezustand. Wenn Sie ein Klopfen hören, dann kann es durchaus sein, dass Sie die Zahnstangenlenkung auswechseln müssen, was recht teuer sein kann.

 

Reifen. Die Abnutzung muss gleichmäßig sein. Eine ungleichmäßige Abnutzung bedeutet, dass man entweder den Druck oder die Achseneinstellung überprüfen muss, aber, was ganz schlecht wäre, kann auch die Störung der Karosserie-Geometrie der Verursacher der ungleichmäßigen Abnutzung sein. Die Reifen dürfen nicht älter, als sechs Jahre bei der Inspektion sein.

 

Das Wageninnere. Kratzer auf dem Lenkrad, den Pedalen, Abnutzung des Fahrersessels, der Zustand der Bezüge und der Gangschaltung können Ihnen helfen den Kilometerstand des Autos zu überprüfen. Versuchen Sie zu erkennen, ob das Armaturenbrett und die Polsterung auseinandergebaut wurden.

 

Über die Karosserieinspektion müssen wir genauer sprechen.

 

Obwohl, wie die Profis sagen, „glatte Autos in Europa gibt es nicht mehr“, die gefundenen Karosserie-Fehler müssen Sie aufmerksam machen. Ein neu lackierter Flügel ist eine Kleinigkeit, aber wenn es wegen eines Schlags gewechselt wurde, dann ist das schon was ganz anderes. Und wenn das Dach neu lackiert wurde…

 

Deswegen geizen Sie nicht mit dem Geld, waschen Sie das Auto. Wenn die Karosserie schmutzig ist, werden Sie hundertprozentig etwas nicht sehen können!

 

Um das Auto zu inspizieren, müssen Sie es bei Tageslicht betrachten, aber bei grellem Sonnenlicht sollten Sie das Auto für die Inspektion in den Schatten stellen. Paradox, aber bei hellem Licht ist es schwer einige Fehler zu sehen, z.B. Hagelspuren, vor allem bei Autos mit satten Farben.

 

Schalten Sie den Motor nicht aus, lassen Sie ihn arbeiten. Wie man so schön sagt, ein gutes Klopfen wird sich selbst zeigen. Zum Beispiel, können die Hydrostößel erst zehn Minuten später anfangen zu klopfen.

 

Betrachten Sie das Auto erst einmal von Weitem. Es wäre sehr gut, wenn Sie die Fehler an der Karosserie alle aufschreiben: linker Flügel, Fahrertür, etc. Es ist sehr wichtig, dass die Schweißfugen zwischen den einzelnen Elementen der Karosserie gleichmäßig und absolut glatt sind. Die Autos werden schon lange nicht mehr mit der Hand zusammengebaut. Sogar wenn der Händler sehr ehrliche Augen hat, glauben Sie nicht, dass die Bolzen wegen Temperaturunterschieden schief sind, oder, dass die Schwelle vom Werk schief herausgeht, dass die Längsträger ein bisschen gedrückt sein müssen, und dass die Schweißfugen „tanzen“, weil mit den Türen geknallt wurde. Betrachten Sie die Längsträger genauer. Überprüfen Sie die Schrauben aller Elemente: Türen, Kofferraumtür, Motorhaube, Leuchten. Wenn Sie entdecken, dass diese ausgedreht wurden, versuchen Sie zu klären warum.

 

Inspizieren Sie die Leuchten. Auf der reflektierenden Oberfläche müssen keine Flecken zu sehen sein. Sie entstehen nur in dem Fall, wenn Feuchtigkeit in das Innere der Leuchten eindringt. Abschürfungen des Lacks auf der Motorhaube müssen Sie nicht erschrecken, das ist absolut normal. Aber an anderen Stellen… Bücken Sie sich abwechselnd zu der rechten und der linken Seite des Wagens bei dem Motor. Werfen Sie einen Längsblick. Betrachten Sie ebenfalls das Dach und die Motorhaube. Bei Erfahrung werden Sie alle Dellen und Geometrie-Störungen, und wahrscheinlich Lackdefekte, entdecken. Wenn Sie ein Lackschichtenmessgerät besitzen, benutzen Sie dieses. Wenn nicht, führen Sie mit den Fingerspitzen über die zweifelhaften Stellen. Die Anwesenheit von Schmutz in der Lackschicht wird ihnen verraten, dass das Auto nicht in einer Werkstatt lackiert wurde. In diesem Fall sollte man nach der Ursache suchen, für den Fall, dass das Auto nach einem ernsthaften Unfall neu lackiert wurde. Überprüfen Sie, ob es Lackspuren auf Plastik- und Gummiteilen der Karosserie gibt. Achten Sie auf die Farbe des Lacks unter den Gummidichtungen der Türen, Fensterscheiben, Kofferraumtür, inneren Oberfläche der Motorhaube. Dafür müssen Sie die Dichtungen leicht zur Seite schieben. Der Lack darf keine Übergänge aufweisen. Knallen Sie mit den Türen. Alle Türen müssen gleichmäßig zugehen.

 

Überprüfen Sie die Markierung des Herstellungsjahrs der Fensterscheiben. Es ist klar, dass die Frontscheibe jünger sein kann, aber die anderen Scheiben, müssen alle das gleiche Alter haben. Wenn Sie mit allem zufrieden sind, können Sie zu der Probefahrt übergehen. Sie können diese sowohl zusammen mit dem Händler, als auch alleine machen. Im letzteren Fall müssen Sie Ihren Ausweis als Pfand da lassen. Wir raten Ihnen sich persönlich hinters Lenkrad zu setzen. Wenn Sie nicht alleine sind, bitten Sie Ihren Helfer sich hinter Sie zu setzen und aufmerksam den Geräuschen des Autos zu lauschen und auf die Abgase während der Fahrt zu achten. Schalten Sie auf keinen Fall das Radio ein. Versuchen Sie einen Straßenabschnitt mit schlechter Oberflächenstruktur zu finden und versuchen Sie auch auf der Autobahn zu fahren. Wenn Sie ein Auto mit einer Automatik-Schaltung ausgewählt haben, achten Sie so viel, wie möglich darauf. Ein Rat von uns ist den Motor anzulassen, das Bremspedal durchzudrücken und in alle Gänge nacheinander zu schalten. Die Umschaltung von Gängen muss mit einem leichten Stoß nach vorne oder nach hinten ohne Verzug geschehen.

 

Bewegung. Beim Losfahren sollte nicht der Eindruck des Durchdrehens der Räder entstehen, wie bei einem Auto mit einer normalen Schaltung. Das Durchdrehen der Räder ist ein Hauptmerkmal eines fehlerhaften Automatik-Getriebes. Auf einer glatten horizontalen Fläche muss das Auto nach dem Loslassen des Bremspedals (ohne Drücken aufs Gaspedal) sanft starten, ohne Stöße und Rucke. Auch bei der Schaltung in andere Gänge. Wenn das Getriebe bei einem der Gänge „hängen bleibt“ – z.B. zu lange bei dem ersten Gang, wonach es nur schwer und mit Ruck in den zweiten Gang geschaltet werden kann, und die Räder drehen sich durch oder es entsteht Lärm – dann lohnt es sich nicht dieses Auto weiter anzuschauen. Mit dem mechanischen Getriebe ist alles um einiges einfacher. Die Gänge müssen ohne Anstrengung umzuschalten sein und es dürfen keine Fremdgeräusche entstehen. Wenn Sie vom Gas gehen und einen heulenden Lärm hören, dann stimmt etwas mit den Zahnrädern nicht.

 

Kupplung. Der freie Lauf des Kupplungspedals beträgt zwei bis drei Zentimeter. Bei Systemen mit Automatik-Getriebe ist dieser kleiner. Wenn bei durchgedrücktem Pedal und arbeitendem Motor das Getriebe nur mit Mühe oder mit Lärm angeht, dann hat das Auto Probleme mit der Kupplung. Wenn das Auto losfährt, darf es nicht rucken und die Kupplung darf nicht während der Fahrt die Räder durchdrehen. Hören Sie aufmerksam zu, wie der Motor arbeitet, wie die Motoraufhängung arbeitet. Bei einem geraden Straßenabschnitt lassen Sie das Lenkrad los. Das Auto muss geradeaus fahren. Wenn keiner direkt hinter Ihnen ist, warnen Sie die Passagiere und bremsen Sie ab. In diesem Fall darf das Auto nicht zur Seite schwenken. Beachten Sie den Schlag des Lenkrads. Wenn das bei einer Abbremsung bei einer Geschwindigkeit von 100 bis 120 km/h geschieht, müssen Sie die Bremsscheiben und die Bremsbeläge wechseln. Wenn das bei Bewegung passiert, dann ist es am wahrscheinlichsten, dass die Räder neu ausbalanciert werden müssen, oder die Reifen gewechselt werden müssen. In Bewegung achten Sie auf die Anzeige des Computers.

 

Um das Gleichlaufgelenk „zu hören“, drehen Sie die Räder bis zum Anschlag durch und fahren Sie im Kreis, erst in die eine Richtung, dann in die andere. Bremsen Sie abrupt.

 

Schauen Sie links und rechts – es wäre gut auf einen Wagenheber zu gelangen. Dafür eignet sich gut eine Werkstatt an jeder Tankstelle oder eine Hobbywerkstätte. Gefunden?…

 

Bitten Sie die Mitarbeiter das Auto zu überprüfen. Bei einem Automatik-Getriebe – lassen Sie den Stand und den Zustand des Öls überprüfen. Fragen Sie auf jeden Fall, ob er für Sie die notwendigen Ersatzteile bestellen könnte und die notwendigen Reparaturen durchführen könnte. Glauben Sie mir, nach dieser Frage wird er sich gewissenhafter der Inspektion widmen. Die ganze Prozedur kostet fünf bis zehn Euro, oder vielleicht auch gar nichts. Das ist keine komplette Ausnutzung von Ihrer Seite aus, Ihr Gewissen kann beruhigt sein. Das Problem ist einfach, dass Sie einen Fehler nicht bemerken könnten, der sofort beseitigt werden muss.

 

Wenn Sie schon in einer Hobbywerkstatt sind und keiner da ist, der Ihnen einen Rat erteilen kann, dann führen Sie die Kontrolle selber durch. Vergessen Sie nicht: alles, was Sie entdecken, kann sich durchaus als Grund für Verhandlungen beim Kauf auswirken.

 

Öffnen Sie die Motorhaube nochmal. Erinnern Sie sich noch? Sie haben alle Ölspuren entfernt. Ist vielleicht irgendwo wieder Öl zu sehen? Frische Spuren sind leicht zu sehen. Drehen Sie den Hals von dem Ölgefäss wieder zur Seite. Es dürfen keine Dämpfe entstehen! Heben Sie den Wagen an. Überprüfen Sie die Lager, ob diese irgendwelche Risse aufweisen. Das Bremssystem, die Schläuche – ob es Risse gibt, Austritt von Flüssigkeit. Überprüfen Sie den Zustand der Festlager. Kontrollieren Sie das Abgassystem. Das System weist dann keine Störungen auf, wenn bei der Arbeit bei einem Leerlauf und verschlossenem Auspuffrohr der Motor „absäuft“. Drehen Sie mit den Händen stark an den Rädern – Sie werden hören, in welchem Zustand die Radlager sich befinden. Fassen Sie das Rad von beiden Seiten an. Erst oben und unten und dann von den Seiten und wackeln Sie dran. Es darf kein Spiel entstehen.

 

Kontrollieren Sie den Boden. Wenn eine Stelle Zweifel erweckt, schämen Sie sich nicht – stoßen mit einem Schraubenzieher dagegen. Die Frage des Kaufs kann sich von selbst erledigen. Betrachten Sie den Motor, das Getriebe, die Stoßdämpfer – treten irgendwo Flüssigkeiten aus? Die Beschädigung nur eines vorderen Stoßdämpfers kann eine Folge eines starken Schlags sein.

 

Jetzt kann man zurück zum Händler fahren. Wahrscheinlich, wartet er schon sehnsüchtig.

 

Jetzt ist Zeit zu verhandeln. Auch wenn man Ihnen einen Festpreis annonciert hat, ist eine Verhandlung immer möglich. Aber höflich. Beschimpfen Sie niemals das Auto. Im Gegensatz. Nennen Sie alles, was Ihnen an dem Auto gefallen hat. Aber dann haben Sie einige störende Kleinigkeiten entdeckt. Und die Beseitigung dieser kostet, z.B. 400 Euro. Schlagen Sie dem Händler vor, die Ausgaben für die Reparaturen durch zwei zu teilen. Im Endeffekt werden Sie einen Handschlag erzielen.

 

Jetzt kann man sich den Papieren widmen. Der Kaufvertrag wird mindestens in zwei Exemplaren erstellt. Sie können ihn in Buchläden, in ADAC-Filialen erwerben oder selbst ausdrucken von www.carcredit.de, Reiter Services, Reiter Kfz-Musterkaufvertrag. Wenn das Auto noch angemeldet ist, können Sie mit dem Inhaber absprechen, dass Sie das Auto selbst abmelden. In diesem Fall müssen Sie keine Zeit für Kurzzeitkennzeichen verschwenden, und der Inhaber spart am Preis der Abmeldung des Autos. In diesem Fall muss im Vertrag bis auf die Minute genau die Zeit der Übergabe des Autos und die Frist in der Sie sich verpflichten das Auto auf Ihren Namen umzumelden, enthalten.

 

 

 

Viel Erfolg Ihnen!

Roman Margolin (Hannover)

Aus dem Russischen von Yevgeniya Marmer

 

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Über Roman Margolin (Hannover)

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