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Eine eigene Stadt: Frankfurter Flughafen

Die Flüchtlingskrise und die damit entstandenen Probleme lassen andere interessante Ereignisse im Schatten liegen. Am 6 Oktober 2015 startete der Bau des dritten Terminals am Frankfurter Flughafen. Für die Stadt Frankfurt und für das Land bedeutet das vieles:   mehr als 14 Millionen neue Passagiere jährlich. Klingt sehr viel versprechend.

 

 

Man kann auf den Flughafen stolz sein

SAM 1923

Ich war mehrere Male am Frankfurter Flughafen, als ich verschiedene Reisen unternommen habe oder meine Freunde abgeholt habe. Jedes Mal war ich stolz auf das Land, wo ich nun lebe. In diesem riesig großen Flughafen (die Nummer 1 in Deutschland, zwei Terminals, die gesamte Fläche beträgt 20 km), hier ist es bequem und man erlebt besonders stark den Geist unserer Zeit, eine unendliche Bewegung in allen möglichen Richtungen und vielseitige Möglichkeiten des modernen Menschen. Unglaublich aber wahr innerhalb einiger Stunden kann man aus dem kalten Frankfurt ins sonnige Italien oder in den exotischen Nahost gelangen! Gerade hier kann man starke Emotionen wie etwa Freude eines lang ersehnten Treffens beobachten.

SAM 1926

Der Frankfurter Flughafen ist relativ jung: er wurde 1936 eröffnet. 80 Jahren ist nicht so viel. Was während dieser Zeit hier gebaut worden ist, ist wirklich beeindruckend.

 

Eine eigene Stadt

SAM 1927

Dennoch blieb meine Vorstellung vom Flughafen eher einseitig: es war ein Blick eines Passagieren. Alles änderte sich, als ich wegen eines Auftrags eine Firma am Flughafen regelmäßig besuchen musste. Nun fing ich langsam an zu verstehen, was hinter dem Begriff „gigantisch „steckt. Mehr als 500 Firmen und Organisationen, darunter viele Logistik und Spedition Unternehmen (DHL, Schnecker, Kühne &Nagel und so weiter) sind am Flughafen ansässig. Außerdem die Bundespolizei, das große Postzentrum, Catering – Firmen, Unternehmen, die die Reparatur der Flugzeuge gewährleisten, Hotels, Reisefirmen, Fluggesellschaften.

SAM 1916

Jeden Tag arbeiten hier mehr als 80 Tausend Menschen, spezielle Busse bringen sie zur Arbeit. Die Fahrzeit beträgt der Entfernung nach zwischen 10 und 40 Minuten. Man braucht viel Geduld um hier zu arbeiten. Allein der Weg zum Flughafen dauert lang. Viele Menschen, laute Motoren, man muss sich daran gewöhnen. Diejenigen, die mal hierhergekommen sind, bleiben oft ein Leben lang am Flughafen.

 

Die dunkle Seite der Medaille

Doch sind alle am Flughafen zufrieden? Jein! Die Bewohner der benachbarten Ortschaften des Flughafens fühlen sich seit Jahren im Stich gelassen: der Fluglärm belastet das Alltagsleben der Menschen. Deshalb wurden schon in den 80er Jahren verschiedene Bürgerinitiativen gegründet um den Fluglärm zu begrenzen und den Ausbau des Flughafens zu stoppen. 2011 wurde ein Schicksalsjahr für die Bürgerinitiative. Nach massiven Protesten wurde entschieden, ein Flugverbot von 23 Uhr bis 5 Uhr morgens einzuführen, aber die Bürger kämpfen weiter (http://www.flughafen-bi.de). Sie möchten das Flugverbot zu erweitern und sind gegen den Ausbau des dritten Terminals. Der Flughafen Ausbau wurde ein Teil eines politischen Kampfs. Die Grüne unterstützte die Bürgerinitiative, die CDU waren für den Flughafen Ausbau, die SPD befindet zwischen den beiden Positionen. Nun ist die Entscheidung gefallen und der Bau wird ungefähr sieben Jahre andauern.

                                                                     Lina Zasepskaya.

Fotos der Autor.

 

 

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Über IF: Lina Zasepskaya

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