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Engel namens Anna Frank

Ihr Name steht in einer Reihe mit berühmten Frankfurtern wie Goethe und Rothschild, obwohl sie nur 16 Jahre alt wurde. Das ewige Mädchen Anne Frank, Autorin des Tagebuchs, Besitzerin eines bezauberten Lächelns. Dieses Jahr wäre sie 85 Jahre alt geworden. Anlässlich des Jubiläums fanden in der Stadt verschiedene Veranstaltungen statt, die von der Bildungsstätte Anne Frank organisiert wurden.

 

 Auf Annes Spuren

 

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Anne mit ihrer Mutter Edith Frank und ihre Schwester Margot.

Anne Frank wurde am 12.Juni 1929 in Frankfurt geboren. Ihr Vater Otto Frank stammte aus einer jüdischen Familie, deren Angehörige seit Hunderte von Jahren in der Stadt lebten und Geschäftsleute und Bankiers waren. Otto Frank kämpfte sogar im Ersten Weltkrieg als Offizier der deutschen Armee. Annes Mutter Edith wurde in Aachen geboren und lebte in Dornbusch mitten von grünen Wiesen und Feldern. Hier wurde 1926 Margot geboren und drei Jahre später Anne. Danach ging die Familie an die Ganghoferstrasse 24. Hier lebte Anne bis 1933. Das waren die glücklichen Jahre und zahlreiche Fotos beweisen das. Die Machtübernahme durch die Nazis veränderte ihr Leben radikal, sie mussten nach Holland emigrieren.

1997 wurde in Dornbusch die Bildungsstätte Anne Frank eröffnet. Sie befindet sich in einem modernen Gebäude zusammen mit den anderen Vereinen, in der Nähe ist ein Kindergarten. 2003 wurde hier eine Dauerausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland“ eröffnet.

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Die Ausstellung hinterlässt einen tiefen Eindruck. Man erlebt Annes Ängste, Hoffnungen, Freude. Auch Annes Tagebuch, das sie zwei Jahre lang im Versteck führte, kann man betrachten. Das Tagebuch, das ihre Autorin Ruhm schenkte und uns über den Holocaust erzählte.

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Das Tagebuch.

Nun wurde die Dauerausstellung erweitert, dazu kamen neue Exponate, die vor allem Annes Vorfahren väterlicherseits gewidmet sind. „Jüdische Geschichte in Deutschland wird häufig als Verfolgungsgeschichte erzählt, aber sie war reicher und breiter“, sagt Meron Mendel, der Leiter der Bildungsstätte.

„Anne Frank heute“

Heutzutage leitet die Bildungsstätte Anne Frank verschiedene Projekte, deren Ziel es ist,   jungen Menschen mit der Geschichte des Nationalsozialismus zu konfrontieren und die Gegenwart in den Blick zu nehmen. Dazu gehören Ideen von Toleranz und friedlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft.

Außerdem veranstaltet die Bildungsstätte Wettbewerbe. Mehr als 150 Jugendliche nahmen dieses Jahr in einem bundesweiten Wettbewerb „Anne Frank heute“ teil.

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Eins von den Werken.

Die Schüler haben ihre Bilder und Collagen geschickt, jemand hat Musik komponiert und ein „Interview“ mit der heute 85-Jährigen gemacht.

 

Lina Zasepskaya, Frankfurt, Text und Fotos.

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Lina Zasepskaya

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