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Herzlich Willkommen in Jelisjejew Geschäft

Wenn meine deutschen Bekannten mich um Rat fragen, was sie in Petersburg unbedingt besuchen sollten, empfehle ich ihnen das Jelisjejew Geschäft am Newski Prospekt. Aus einem Grund: So etwas gibt es nirgendwo.

 

Legendäre Vergangenheit…

Das prächtige Gebäude am Newski 56 ist ein Hingucker: so sieht ein Palast, ein Mausoleum oder ein Theater aus. Das Haus hat drei Stockwerke, sie sind aber höher, als sonst. Außerdem ist das Gebäude reichlich mit Buntglasfenstern, Skulpturen und Metallgerüsten geschmückt. Das Haus wurde nach dem Wunsch eines reichen und erfolgreichen russischen Kaufmannes Grigory Jelisjejew gebaut. Grigory G. Jelisjejew(1864-1949) stammte aus einer kaufmännischen Familie. Zur seinen Lebzeiten erlebte der Familienbetrieb seine Blütezeit: Familie Jelisjejew besaß eine Konditorei, einige Läden und fünf große Geschäfte, darunter am Newski Prospekt. „Jelisjejewski“ am Newski wurde zum berühmtesten Geschäft überhaupt.

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1903 öffnete das Geschäft, das von Architekt G. Baranowski entworfen wurde, seine Türen… Die Innenausstattung beeindruckte alle Zeitgenossen: die Einkaufsräume waren mit feinen Bildern im Jugendstil, Lampen und Ornaments dekoriert. In der Zarenzeit konnte man hier die besten Waren aus der ganzen Welt kaufen: die beste Käsesorten und Wurstspezialitäten, Kaviar, Tee, Kaffee, Reis, Weine, Olivenöl. Fast alles kam aus anderen Ländern, nur die Backwaren- Kuchen und Törtchen- wurden in Petersburg hergestellt.

Innerhalb kurzer Zeit wurde das Geschäft zur Renner: Viele träumten davon, es mit eigenen Augen zu sehen. In der sowjetischen Zeit wurde es zu „Gastronom“ unbenannt. Trotzdem nannte man ihn „Jelisjejewski“. Viele sowjetische Bürger kamen zum Geschäft um es zu bewundern und etwas zu kaufen: hier gab es im Vergleich zu anderen Geschäften immer etwas auch für die einfachen Bürger.

                                                  …und schöne Gegenwart

Als ich Petersburg vor kurzem besuchte, ging ich auch zum „Jelisjejewski“ vorbei. Ich war positiv überrascht: es wurde noch schöner.

2010 kaufte das Geschäft Jewgeni Prigozhin, ein Geschäftsmann, ein Besitzer von Restaurants. Er ließ „Jelisjejewski“ renovieren. Nun gibt es in der Einkaufshalle ein Café und ein mechanisches Klavier, welches populäre Musik Anfang des 20. Jahrhundert spielt. Auch die Brüder Jelisjejew sind nun verewigt: Sie begrüßen die Gäste aus dem zweiten Stock.

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Das heutige Gesicht des Geschäfts sind seine jungen Mitarbeiter, die nett und zuverlässig sind. Sie beherrschen Fremdsprachen und haben eine Ausbildung absolviert. Deshalb können sie dem Besucher etwas über die Waren und über die Geschichte des Geschäfts erzählen.

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Heute kann man hier die leckersten Desserts probieren. Obwohl die Preise etwas höher sind als sonst, lohnt es sich trotzdem.

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Lina Zasepskaya, St. Petersburg, Fotos und Text.

 

 

русская православная церковь заграницей иконы божией матери курская коренная в ганновере

Über IF: Lina Zasepskaya

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