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Das ewige Rätsel. William Shakespeare

Man kann nicht sagen, dass das 450-jährige Jubiläum von Shakespeare sich unbemerkbar herangeschlichen hat. Das Jahr 2014 wird nicht um sonst als das Jahr der sich kreuzenden Kulturen bezeichnet: England in Russland, Russland in England. Klar das Shakespeare im Mittelpunkt steht. Ich kann mich an die Feier seines 400-jährigen Jubiläums erinnern. Das wurde mit der Veröffentlichung des Buches „Shakespeare“ aus der Serie.

ЖЗЛ (Das Leben von wunderbaren Menschen) des glänzenden Alexander Abramowitsch Anikst eröffnet. Die Kinos waren überfüllt von Zuschauern des Films „Hamlet“ von Grigorij Kosinzev mit dem genialen Innokentij Smoktunovskij und der Musik von Schostakovic, die Gänsehaut hervorruft. Nach Moskau kam das Londoner Königliche Shakespeare Theater mit der Vorstellung des legendären Peter Brook „King Lear“ mit dem berühmten Paul Skofield in der Hauptrolle. Ich, als Studentin, hatte nur durch glücklichen Zufall eine Karte ergattern können. Und die „Shakespeare Frage“ wurde damals von uns nicht diskutiert.

 

                    Die Einführung von Shakespeare in die Weltkultur

Europa entdeckte Shakespeare im 18. Jahrhundert. In den 30er Jahren wird er bekannt und durch Voltaire berühmt gemacht, der von ihm sowohl als Genie, als auch von seiner „Unrichtigkeit“ (aus der Sicht des Klassizismus!) fasziniert ist. Anfang der 70er Jahre entdecken ihn für sich und die nachfolgende Romantikepoche Herder und Goethe, die von der Universalität seines Talentes und der Weltlichkeit seiner Bilder fasziniert sind, welche nicht nur das klassische Theater, sondern auch das antike Theater überragen.

Zu Zeiten Goethes stand die Frage um die Urheberschaft als Shakespeare noch nicht, es war ein anderes Geheimnis interessant: wie und warum bleiben seine Komödien und vor allem Tragödien, „die neidische Ferne der Jahrhunderte überstanden“, die Menschen weiterhin berühren, also modern bleiben? Denn Kosinzev z.B., der „Hamlet“ und „King Lear“ filmte, nannte sein Buch „Unser Zeitgenosse William Shakespeare“! Shakespeare selbst macht in der wohl „theatralischsten“ Tragödie „Hamlet“ Halt und wie es scheint in Ratlosigkeit vor der Rätselhaftigkeit der Kunst des Schauspiels: „Wer ist er für Hecuba? Und wer ist Hecuba für ihn? Und er weint“. Dieses große Rätsel von Shakespeare versucht Goethe zu verstehen und zeigt auf den allgemeinen Charakter seiner Kunst, auf seine „weltliche Aufgeschlossenheit“ als Pfand für Unsterblichkeit. Nicht umsonst wurde der Artikel über ihn „Shakespeare und kein Ende“.

Shakespeare ist Teil der europäischen Kultur und verkörpert die Idee des „universellen Genies“, macht eine neue Sicht auf die Geschichte möglich, die in seinen Stücken als allgemeinmenschlich, als weltlich gezeigt wird. Auf dem Weg des „freien und breiten“ Folgens von Shakespeare, erschuf Puschkin seinen „Boris Godunow“.

Das Allgemeine erklang in Shakespeares Kunst so überzeugend, denn es war das Ergebnis und die Untersuchung der Entwicklung des Besonderen und zwar einer einzelnen Persönlichkeit und einer einzelnen nationalen Kultur, konkreter – der englischen Renaissance, dessen Vollender er war. Das war das „elisabethanische Zeitalter“. Unter Elisabeth wurde England zu einem der stärksten europäischen Staaten, wurde zum Herrscher der Meere. Der Geist von Englands Größe spiegelte sich in Shakespeares Stücken, die zum Menschheitskulturerbe wurden.

Über die Diskrepanz von Shakespeares Kunst und Biografie

Der Wunsch so viel wie möglich über Shakespeares Persönlichkeit zu erfahren, um seine Kunst besser zu verstehen, nahm Besitz von den Forschern mit der Entwicklung der Philologie. Außer des allgemeinen Eindrucks der tiefen Geistlichkeit und der Menschlichkeit, hoch über den weltlichen Brunsten erhoben, in den dramatischen und poetischen Stücken Shakespeares fühlten sie den Schlag des Gedanken, der mit seiner philosophischen Tiefe und Feinheit erschütterte. Der unvergleichbare Reichtum der Sprache faszinierte (in seinem Lexikon wurden 20.000 Wörter gezählt, Hugo, der Anfang des 19. Jahrhunderts lebte verfügte nur über 9.000), Shakespeare sprach Französisch, Latein, Italienisch und konnte auch auf Griechisch lesen. Die Spuren der klassischen Bildung: herausragendes Wissen der griechischen und römischen Mythologie, der antiken Literatur, Geschichte, der Heiligen Schrift – zeugten von der Aufgeklärtheit des Autors. Es fiel die enzyklopädische Gelehrsamkeit: überaus weiter Rahmen der englischen Literatur und der Geschichtskenntnis, der Jurisprudenz, Rhetorik, Musik, der Militäroperationen. Es verwunderte das detailreiche Wissen vieler Städte von Norditalien, die der Sohn des nebeligen Albions offenbar persönlich kennengelernt hatte. Und letztendlich, die perfekte Kenntnis der höfischen Regeln der Etikette, der Bräuche des Adels und der Monarchen, ihrer Spiele und Belustigungen, was alles eine titeltragende Person charakterisierte

Es wird angenommen, dass William in dem örtlichen Gymnasium zu Schule ging, jedoch sind Schülerlisten nicht erhalten geblieben. Wenn man Peter Ackroyd Glauben schenkt, dem Autor der letzten Biografien von Shakespeare (jetzt werden jährlich etwa 3.000 Arbeiten über ihn veröffentlicht), und das Niveau der Dorfschule entspricht beinahe Eton. Ackroyd ist überzeugt: „Zweifellos hat Shakespeare gierig Bücher gelesen“. Jedoch, das entdeckte Testament von Shakespeare, in dem sehr detailliert sein Besitz aufgelistet ist, zeugt davon, dass es in seinem Haus keine Bücher gab, und Büchereien gab es zu der Zeit nicht. Ackroyds Sicherheit, wie auch bei vielen Biografie-Verfasser, basiert auf dem Eindruck der Stücke von Shakespeare. Diese projezieren sie angstlos auf die Biografie.

Der Teenager half offenbar seinem Vater, jedoch gibt es keine sicheren Quellen über seine Tätigkeit in seiner Jugend. Aber der Junge war viel beschäftigt: in 1682 musste er Anne Hathaway heiraten, die von ihm ein Kind erwartete. Drei Jahre später, schon als Oberhaupt einer großen Familie, fuhr er nach London um Geld zu verdienen, jedoch besuchte er seine Heimatstadt oft.

Als Ergebnis der detaillierten Untersuchungen wurden einige biografische Fakten festgestellt: William Shakespeare investierte Geld, stritt sich und lag in Prozessen mit seinen Nachbarn, hinterzog Steuern, spekulierte mit Land und Häusern, war Teilhaber des Londoner Theaters „Globus“, trat manchmal als Nebendarsteller auf. Sein Testament auf drei Blättern spricht über einen machtvollen Charakter, seiner Zweckdienlichkeit und Kleinlichkeit, dessen Familienmitglieder alle Analphabeten waren. Im Gemeindebuch vom 25.04.1616 gibt es einen Eintrag über die Beisetzung von Will, Shakspere, gent. 200 Jahre später entstanden Mutmaßungen, dass Shakespeare, der keinen Bezug zum neuen Wissen und der humanistischen Kultur hatte, weder ein Dichter, noch ein Dramendichter war, und somit keine Stücke erschaffen konnte, dessen Autor sich hinter dem Pseudonym, der ähnlich wie sein Nachname klingt – Shake-Speares, was so viel wie „erschüttert mit dem Speer“ bedeutet. Die Zweifel wuchsen mit dem Auftauchen der Fakten.

Die Diskussion um die Urheberschaft von Shakespeare                    

Als erster zweifelte an der Ehrlichkeit seiner Biografien, im Zentrum welcher ein Mensch aus Stratford-upon-Avon sich befand, der berühmte Dichter der Romantikepoche Coleridge, für den Shakespeare mehr als ein Halbgott war. Im 19.Jahrhundert äußerten viele Zweifel darüber, dass Shakspere ein großer Barde war, unter ihnen – Dickens, Disraeli, Mark Twen, Whitman und sogar Bismarck. Aber wer, wer hat das alles geschrieben und warum verseckte er sich hinter einer Maske?

In 1856 hat die amerikanische Schriftstellerin Delia Bacon eine Arbeit veröffentlicht, wo sie belegte, dass die Stücke eine Frucht der kollektiven Kunst ist, aber die Hauptrolle darin vergab sie ihrem Namensvetter, dem großen Philosophen Francis Bacon. Ihre Hypothese basierte auf der großen Gelehrsamkeit Bacons und der Ähnlichkeit vieler seiner Ideen mit der Weltanschauung von Shakespeare. Dazu schrieb er auch noch selbst Stücke. Den Grund für das Geheimnis der Urheberschaft sah sie in der politischen Konspiration. Die Reputation des Schreibenden für öffentlich zugängliche Theater versperrte den Weg zur politischen Karriere, und unter Jacob I wurde Bacon zum Lordkanzler.

Ein anderer Amerikaner vermutete, dass der Autor der Stücke der berühmte Dramendichter Christopher Marlowe war. Aber er wurde in 1593 getötet! Aber nein, er starb nicht, er versteckte sich vor seinen Feinden und schrieb wohl weiterhin Stücke, aber unter einem anderen Namen. Es blieb nur Beweise dafür zu finden. Aber solche gab es nicht.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts involvierte die erbitterte und teils verworrene Diskussion der „Stratforder“ und „Nicht-Stratforder“ (Orthodoxen und Ketzer) in seine Umlaufbahn Tausende von Meinungen aus allen Ecken der Welt. Die Liste der Anwärter auf die „Vakanz“ von Shakespeare wuchs und änderte sich. Darin gelangte auch Königin Elisabeth, ihr Favorit Graf Essex, der durch ihren Befehl hingerichtet wurde, Lord Burgley, Walter Raleigh, Graf Southhampton, Graf Oxford, Grad Pembroke…

            Der berühmte Autor Henry James, gequält von den Versuchen in das „Geheimnis von Shakespeare“ einzudringen, nicht befriedigt durch die Hypothese von Bacon (der Philosoph war nicht dichterisch begabt), und schon gar nicht von dem Stratforder Evangelium, schrieb nach dem Besuch von Stratford: „Mich verfolgt ständig der Gedanke, dass der göttliche William ein großartiger Hoaxer, der jemals auf der Welt lebte“.

Der Schleier des Geheimnisses wurde leicht geöffnet

In 1893 wurde von dem Amerikaner Zeigler zum ersten Mal der Name Rodger Manners erwähnt, des fünften Grafen Rutland aus der Familie der Plantagenet als der Person, die sich hinter dem Pseudonym und der Maske von Shake-Speares versteckte. Der Anwalt bemerkte, dass diese komische Figur immer dort war, wo der Große Barde war, aber dabei im Schatten blieb. Die Verwandtschaft und die Freundschaft mit Essex und Southhampton, die aktive Teilnahme an dem missglückten Putsch von Essex und die strenge Strafe, die er dafür trug, und davor das Studium an Cambridge (1587-95), an der Universität von Padua in Italien und an Oxford, wo er in 1598 seinen Magistertitel im Bereich Künste erhielt, die verschleierten Anspielungen von Ben Johnson, der ihn gut kannte, der Tod in1612, als dann die Kunst von Shakespeare ihr Ende nahm (und Shakespere war weiterhin am Leben) – all diese Fakten brachten ihn zu dem Gedanken, dass Rutland Shakespeare ist.

Und dann entdeckte auch noch der belgische Historiker Demblon im Archiv der Universität von Padua eine Liste von Studenten aus 1596, wo zusammen mit Graf Rutland auch die Stunden aus Dänemark Gildenstern und Rosenkranz gelistet waren. Ich bitte Sie, das sind Figuren aus „Hamlet“! Aber wie…

Die Hypothese bezüglich Rutland fand ihre Nachfolger in Deutschland und England. Und die russischen Forscher waren auch fleißig. Der immigrierte Professor Porohovschikov, der in Belvoir, dem Schloss der Rutland eine handschriftliche Variante des Liedes aus „Zwölfte Nacht“ untersuchte, bestimmte, dass er von Rodger Manners geschrieben wurde. In 1924 erschien das Buch „Shakespeare – die Maske von Rutland“ von F. Schipulinsikij. Der rote Volkskommissar der Erleuchtung Lunatscharskij unterstützte die Hypothese bezüglich Rutland. Er erahnte die „Unzufriedenheit“, die durch die aristokratische Herkunft von Shakespeare entstand und schrieb dazu: „Für uns wäre es angenehmer, wahrscheinlich, wenn der größte Autor der Welt, nicht aristokratischer Herkunft wäre, sondern aus den unteren Schichten… Aber man muss anerkennen, dass sowohl Shakespeare als auch Rutland, offenbar ein und dieselbe Person sind“. Jedoch in den 30er Jahren sind die Positionen von Lunatscharskij in Kreml geschwächt worden, das ideologische Tabu wurde ausgelöst, und auch Diskussionen bezüglich der „Frage nach Shakespeare“ in der UdSSR, wie auch alle anderen.

Wer „schrieb“ denn dann „Shakespeare“?

Für meine Generation war der „Shakespearologe“ Nr. 1 A.A. Anikst. Der Autor des Lehrbuchs „Geschichte der englischen Literatur“ (1954) und der wunderbaren Bücher „Die Kunst Shakespeares“ (1963), „Shakespeare“ (1964), „Shakespeare. Die Arbeit des Dramendichter“ (1974), war er lange Zeit Vorsitzender der Shakespeare-Kommission AN UdSSR. Die Shakespeare-Konferenzen am Institut für Kunst, war Institutsleiter, was alles zur Tradition wurde. Einladungen dahin erhielt ich von Ilja Gililov, den Wissenschaftler und Sekretär der Shakespeare-Kommission, kann man sagen, der rechten Hand des Lehrers.

Anikst interessierte das Problem der Urheberschaft, aber er war ein „Stratforder“, was seinen Schüler nicht daran hinderte unter seinem Flügel langwierige Untersuchungen der literarischen und historischen Fakten durchzuführen, die mit dem Phänomen Shakespeare verbunden sind und an einer wissenschaftlichen Diskussion mit dem Lehrer teilzunehmen.

Als Ergebnis der jahrelangen Arbeit, einschließlich der Arbeit mit den wertvollen Raritäten in der Shakespeare-Bibliothek Foldger in Washington in der British Library in London, die Bekanntschaft mit der Bibliothek von Belvoir und den Ausstellobjekten der königlichen Bilderkollektion in Windsor, entstand das große Buch „Das Spiel über William Shakespeare, oder das Geheimnis des Großen Phoenix“ (1997, zweite Ausgabe 2001), die den Eindruck eines echten wissenschaftlichen Krimis vermittelt. Das Objekt der Hauptuntersuchung wurde das mysteriöse Stück von Shakespeare – das Gedicht „Phoenix und Taube“ und das Gedichtsammelband von Robert Chasters „Das Opfer der Liebe“, wo das Gedicht zum ersten Mal auftauchte. Der Wissenschaftler vergewisserte sich, – und der amerikanische Denker Emerson ahnte es, – dass in diesem rätselhaften Gedicht der Schlüsse zu dem Hauptgeheimnis verborgen ist. Gililov identifizierte Prototypen, die hinter den Namen der Vögel versteckt waren – der Taube und des Phoenix: Graf Rutland und seine Ehefrau Elisabeth, die Tochter der großen Dichters und Kriegers Phillip Sydney, dem Herrscher der Verstande der vorherigen Generation. Rutland und Elisabeth Sidney waren Diener Apollos. Ihre Ehe blieb immer platonisch, und basierte auf den gemeinsamen Interessen und der leidenschaftlichen Liebe zu der Poesie. Beide starben im Sommer 1612. Elisabeth folgte freiwillig ihrem Ehemann. Ilja Gililov machte eine Entdeckung: das Gedicht „Phoenix und Taube“ wurde Teil des Sammelbandes, das zum faszinierenden Requiem wurde, in welchem die besten englischen Dichter, unter ihnen auch Ben Johnson und John Donn, sich heimlich von ihrem „großen Bruder“ verabschiedet haben.

Die Feier Homo Ludens

Graf Rutland war noch zu seiner Studienzeit die Seele des Arbeitsgemeinschaft „universitäre Verstande“, wo seine Nächsten teilnahmen: Essex, Pembroke, Southhampton. In der Studienzeit hatte Joseph Manners den Spitznahmen Shake-Speares, das sich an die Göttin Athene richtete, der Göttin der Weisheit, Erasmus von Rotterdam zufolge, der Kämpferin für die Erleuchtung. In der Arbeitsgemeinschaft herrschte das Gefühl des Spiels, welches sehr bedeutend für die Renaissance Epoche war, als der Homo Sapiens (der intelligente Mensch) den Homo Ludens (der spielende Mensch) hinausdrängt. Der melancholische Jaques, der Held des Stücks „Wie gefällt Ihnen das“, das alter ego des Autors, hält den berühmten Monolog, der den Sinn der Shakespearschen Weltanschauung eröffnet: „Die ganze Welt ist Bühne/Und alle Frauen und Männer bloße Spieler./Sie treten auf und geben wieder ab,/Sein Leben lang spielt einer manche Rollen“. Das Spiel beinhaltete nicht nur lustige Sketche, sondern auch das Fabulieren, oft nur zum Spaß. So war auch das frivole Gedicht „Venus und Adonis“, das Graf Southhampton gewidmet ist, worunter zum ersten Mal in 1593 der Name „William Shakespeare“ stand.

Das große Spiel ging fast 20 Jahre. Das erste Band von Shakespeare, das Folio von 1623, inkludierte 36 Chroniken, Komödien und Tragödien auf 998 großformatigen Seiten. Nach der Hinrichtung von Essex wurde die Freude von Trauer abgelöst, die manchmal bis zu Misanthropie ausartete. Aber die Neigung zum Spiel und der Mystifikation verschwand nicht.

Am Spiel nahmen Eingeweihte teil: der Freund und Rivale Ben Johnson, John Donn, John Harrington und noch eine Reihe an bekannte Dichtern von Graf Pembroke und Prinz von Wales, in das Geheimnis eingeweiht waren auch monarchische Personen. Die Leidenschaft zum Spiel, zur Farce, zu Sketchen, wenn das Leben selbst sich in eine Bühne verwandelte, und die Reinigung durch das Lachen waren charakteristisch für die ungewöhnliche Shakespearesche Generation.

Die Entdeckung Shakespeares geht weiter, wie es scheint, ist alles klar, aber das Geheimnis bleibt. Darüber schrieb vor 90 Jahren Wladimir Nabokow in seinem Gedicht „Shakespeare“:

Herablassend fremd den theatralischen Sorgen,

drängst Du fort leicht und trauerlos

in einen trockenen Kranz verflechtende Lorbeeren,

und versteckst auf ewig Dein schreckliches Genie

unter der Maske, aber der Lärm deiner Visionen

blieb dort…Du bist hier, Du lebst – aber der Name

und dein Gesicht, die Welt täuschend

versankest Du in der dir lieben Lethe.

 

 

                                                                                             Greta Jonkis (Köln)

Professor, Dr. phil.,

 

Mitglied des internationalen PEN-Klubs.

 

 

 

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Über IF: Greta Ionkis (Köln)

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One comment

  1. Hallo,
    wie alt ist Shakespeare heute?
    Wieso benutzt er die Metapher der Zigarette in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“?
    LG;
    Sili-Pili

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